55-jähriger Düsseldorfer im Flugzeug gestorben – seine Tochter erhebt schwere Vorwürfe gegen Eurowings

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FLUGZEUG
55-jähriger Düsseldorfer im Flugzeug gestorben - seine Tochter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Crew | iStock
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  • Konstantinos K. ist in einem Flugzeug zwischen Düsseldorf und Thessaloniki gestorben
  • Sein Sauerstoffgerät schaltete sich plötzlich aus
  • Tochter Eleni erhebt schwere Vorwürfe gegen die Crew von Eurowings

Konstantinos K. lebt seit Jahrzehnten in Düsseldorf. 2015 wollte er mit seiner Familie Heimaturlaub in Griechenland machen. Er kam nie mehr zurück - beim Landeanflug auf Thessaloniki starb der 55-Jährige.

In einem Eurowings-Flugzeug. Seine Tochter Eleni erhebt seit damals schwere Vorwürfe gegen die Crew, die an Bord der Maschine war. Und erstattete Anzeige.

Der 55-Jährige trug während des Fluges ein Sauerstoffgerät, weil er eine abklingende Lungenentzündung hatte. Das meldete die Familie auch im Vorfeld bei der Fluggesellschaft an. Obwohl der Akku über drei Stunden halten sollte, ging das Atemgerät bereits nach 90 Minuten aus.

"Meine Mutter und ich haben nach Hilfe gerufen"

Eleni K. behauptet, sie habe die Eurowings-Mitarbeiter mehrfach darum gebeten, das Gerät aufladen zu dürfen. Sie sollen nicht auf die Bitte reagiert haben. Irgendwann soll sie ein lapidares "Geht nicht" als Antwort erhalten haben.

Dem Familienvater ging es offenbar zunehmend schlechter. "Meine Mutter und ich haben durch die ganze Maschine nach Hilfe und nach Sauerstoff gerufen", sagte die Tochter im September 2015 der "Bild"-Zeitung.

Ein Sprecher der Fluggesellschaft hatte damals gesagt, dass die Crew sogar noch einen Arzt ausgerufen habe. Er soll den 55-jährigen Griechen auch mit Sauerstoff versorgt haben. Eleni K. aber ist sich sicher: Zu dem Zeitpunkt war ihr Vater bereits tot.

Die trauernde Tochter nahm sich eine Anwältin, verklagte die Crew der Maschine wegen unterlassener Hilfeleistung. Knapp zwei Jahre prüften die Staatsanwälte den Fall. Auch die Piloten zeigte sie an, wie das Kölner Online-Portal "Express" berichtet.

Staatsanwaltschaft erhebt keine Anklage gegen die Crew-Mitglieder

Jetzt steht fest: Es wird keine Anklage gegen die Crew erhoben. Die Ermittlungen haben ergeben, dass offenbar alles korrekt, sogar vorbildlich abgelaufen sein soll. Nicht nur, dass eine Stewardess sofort eine Sauerstoffflasche an einen Arzt weitergereicht haben soll.

Die Piloten hätten den Notfall ohne zu zögern an den Tower in Thessaloniki weitergegeben. Deshalb wurde der Ferienflieger beim Landeanflug angeblich bevorzugt und habe nicht in die Warteschleife gemusst.

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(jds)

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