CSU-General Scheuer: "Schröder macht sich zum russischen Söldner"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SCHRDER
Altkanzler Gerhard Schröder. | dpa
Drucken
  • Die Kritik an Schröders möglichen Wechsel zum russischen Staatskonzern Rosneft reißt nicht ab
  • Nun melden sich führende Politiker der Union und der Grünen zu Wort

Schröders Ambitionen beim russischen Staatskonzern Rosneft - sie sind eine spektakuläre Personalie, die immer schärfere Kritik nach sich zieht.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat den SPD-Politiker nun frontal angegriffen.

"Alt-Bundeskanzler Schröder macht sich zum russischen Söldner", sagte Scheuer der "Bild am Sonntag". "Schröders Rosneft-Engagement hat ein Geschmäckle, da werden private wirtschaftliche Interessen und Politik vermischt."

"Billige Ressentiments"

Der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner verlangte, die privaten Zusatzeinkünfte auf das Ruhegehalt des Altkanzlers anzurechnen. Schröder will Aufsichtsrat bei dem staatlichen Ölkonzern werden, der wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit EU-Sanktionen belegt ist.

Auch CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn meldete sich zu Wort.

Er warf SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Außenminister Sigmar Gabriel vor, im Bundestagswahlkampf "billige Ressentiments" gegenüber den USA zu schüren. Beide würden auch völlig andere Maßstäbe an Trump anlegen als an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

"Schröder lässt sich von Putin kaufen"

"Sie stehen hier offenbar unter dem Einfluss von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der sich wieder einmal von Putin kaufen lässt. In ihrer Verehrung für den russischen Präsidenten sind die drei sich einig mit den Spaltern vom rechten Rand, das ist schon mehr als erstaunlich", sagte Spahn, der auch Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist.

Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

Korrektur anregen