Als die Schwimmer ins Becken springen, bleibt einer stehen - und erteilt den anderen eine Lektion

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KATALONIEN
Als die anderen Schwimmer ins Becken springen, bleibt einer stehen - und erteilt den anderen eine Lektion | Twitter
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  • Bei zwei Anschlägen in Katalonien sind im August 2017 15 Menschen gestorben
  • Ein spanischer Schwimmer forderte bei einem Wettkampf eine Schweigeminute
  • Als die abgelehnt wurde, erteilte er allen anderen eine Lektion

Bei einem Terror-Anschlag in Barcelona waren im August 2017 14 Menschen ums Leben gekommen, hundert weitere wurden teils schwer verletzt. Auch ein vereitelter Anschlag in Cambrils kostete eine Frau das Leben.

Grund genug, eine Schweigeminute für die Opfer abzuhalten, dachte sich damals auch Fernando Álvarez.

Der Schwimmer erteilte allen anderen eine wichtige Lektion

Der spanische Schwimmer trat zu dem Zeitpunkt bei den "World Masters Championships" in Budapest an. Doch die Verantwortlichen hielten nichts von seiner Idee und weigerten sich, eine Schweigeminute einzulegen.

Also ging der Schwimmer einen unkonventionellen Weg - und hat allen Anwesenden eine Lehrstunde zum Thema Solidarität erteilt.

Als am Samstag sein Wettkampf im 200-Meter-Schwimmen losging, dachte Álvarez nämlich gar nicht daran, ins Wasser zu springen. Während seine Konkurrenten schon alle die Hälfte der Bahn erreicht hatten, stand der Spanier immer noch auf dem Startpodest.

Und gedachte an die Opfer, die am Donnerstag ihr Leben ließen.

Jetzt wird der Spanier für seine Aktion gefeiert.

Sein spanischer Heimatclub "Natación Cádiz" hat ein Video von Álvarez' Aktion auf Facebook geteilt. Der Mann mag den Wettkampf zwar nicht gewonnen haben, sein Auftritt war das aber allemal wert.

Der Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost Spain und wurde von Bettina Steinke aus dem Spanischen übersetzt.

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