Dieses Foto fasst das Chaos im Weißen Haus perfekt zusammen

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TRUMP
Dieses Foto fasst das Chaos im Weißen Haus perfekt zusammen | dpa
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  • Stephen Bannon ist nur ein weiterer Name auf Trumps langer Liste der Abgänger aus dem Weißen Haus
  • Der US-Präsident hat in gut sechs Monaten so viel Personal verschlissen wie keiner seiner Vorgänger
  • Ein Foto des Nachrichtensenders CNN fasst dieses Chaos perfekt zusammen

Noch nie hat es in einer US-Regierung in so kurzer Zeit so viele Rücktritte und Entlassungen gegeben wie in den nur gut sechs Monaten der Ära Donald Trumps.

In Stephen Bannon kam am Freitag ein weiterer, prominenter Name hinzu.

Die Überraschung war so groß, dass ein zweiter Weggang aus dem Weißen Haus am gleichen Tag fast unbemerkt blieb: Neben Bannon verließ auch Trumps Regulierungsberater und Finanzinvestor Carl Icahn die Administration.

Ein Foto von CNN, das der US-Nachrichtensender auf Twitter teilte, fasst dieses Chaos perfekt zusammen.

Das Foto zeigt Trumps engste Vertraute zu Beginn seiner Administration, die bis auf Vize-Präsident Mike Pence alle nicht mehr im Weißen Haus arbeiten:

Reince Priebus, Trumps Ex-Stabschef, verließ am 28. Juli seinen Posten. Er sagte, gerne und freiwillig. Andere sagten, Trump habe ihm keine Wahl gelassen und ihm den Stuhl vor die Tür gestellt.

Stephen Bannon, politischer Chefstratege im Weißen Haus, wird am 18. August gefeuert oder geht von sich aus, je nach Lesart. Im Hintergrund toben Machtkämpfe des Rechtsauslegers mit prominenten Beratern des Präsidenten. Ein Interview, in dem Bannon Gegenposition zu Trump bezog, dürfte den letzten Ausschlag gegeben haben.

Sean Spicer kündigt am 21 Juli, als sein Präsident ihm Anthony Scaramucci als Kommunikationsdirektor vor die Nase setzen will.

Michael Flynn tritt am 13. Februar nach nur 23 Tagen als nationaler Sicherheitsberater zurück. In die Russland-Affäre über eine etwaige Beeinflussung der Präsidentenwahl verstrickt, fällt Flynn letztlich, weil er Vize Mike Pence angelogen hat.

Und dieses Foto zeigt noch gar nicht die Weggänge auf den unteren Ebenen der Macht.

Eine Auswahl:

Am 30. Januar feuert Trump Sally Yates, die amtierende Justizministerin und Chefanklägerin, offiziell vor allem wegen ihres Widerstandes gegen seine Einwanderungspolitik.

James Comey, wird am 9. Mai von Trump als FBI-Chef gefeuert, eine Sensation. Die Russland-Affäre nimmt immer weitere Fahrt auf.

Anthony Scaramucci ist am am 31. Juli seinen Posten los. Erst zehn Tage zuvor bestellte ihn Trump zum Kommunikationsdirektor.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Dabei twitterte Trump noch im Februar großspurig, seine Administration arbeite außerordentlich gut. "Ich habe ein Chaos geerbt und bin nun dabei, es zu ordnen", schrieb er:

Wie falsch der US-Präsident damit lag, wird jede Woche aufs Neue deutlich.

Mit Material von dpa.

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