Ein offizieller Brief an Trump sorgt für Wirbel - er soll eine versteckte Botschaft enthalten

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Ein offizieller Brief an Trump sorgt für Wirbel - er soll eine versteckte Botschaft enthalten | Getty
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  • Am Freitag ist ein Ausschuss des Präsidenten kollektiv zurückgereten
  • Den Schritt begründeten die Mitglieder in einem Brief an US-Präsident Trump
  • Das Schreiben soll eine versteckte Botschaft an das Weiße Haus enthalten

Der US-Präsident verliert zunehmend an Rückhalt. Bereits Anfang der Woche waren mehrere US-Wirtschaftsführer aus einem Beratergremium Donald Trumps zurückgetreten.

Damit protestierten sie gegen Trumps verhaltene Reaktionen auf die rechtsextremen Proteste und das Attentat in Charlottesville.

Nun gab es am Freitag den nächsten Schlag: Bis auf die Vorsitzende, Tumps Ehefrau Melania, dankte das gesamte President's Committee on the Arts and Humanities (PCAH, Ausschuss für Kunst und Wissenschaften des Präsidenten) ab.

Schauspieler und Ausschuss-Mitglied Kal Penn (bekannt aus der Sitcom "How I Met Your Mother") teilte das offizielle Rücktrittsschreiben auf Twitter. Der Clou: Es soll eine geheime Botschaft enthalten.

"Wenn wir Ihre hasserfüllte Rhetorik ignorieren, würde wir uns mitschuldig machen"

Die PCAH-Mitglieder schreiben: "Wir können nicht untätig dasitzen, wie es Ihre Berater im Westflügel (dem Teil des Weißen Hauses, in dem sich unter anderem das Oval Office des US-Präsidenten befindet, Anm. d. Red.) getan haben, ohne die Stimme gegen Ihre Worte und Taten zu erheben."

Weiter heißt es, "wenn wir Ihre hasserfüllte Rhetorik ignorieren, würde wir uns mitschuldig machen".

Der Brief endet mit einer Rücktrittsaufforderung an Trump, wenn er kein Problem in dem sehe, was in der vergangenen Woche passiert sei.

"Resist" - "Widerstand leisten"

Die Anfangsbuchstaben der fünf Absätze sowie des Schlusswortes des Briefes bilden dabei das Wort "Resist", zu deutsch "Widerstand leisten".

Ob Zufall oder beabsichtigt. Die Botschaft kann als Aufforderung an andere Vertraute und Berater von Trump gesehen werden, Kritik zu äußern und sich eindeutig gegen rechtsextreme Äußerungen und Gewalt zu stellen.

Das Ziel: Dem Präsidenten verdeutlichen, dass er sein Klüngel mit Neonazis, dem Ku-Klux-Klan, Rassisten und anderen extremen Rechten falsch ist sowohl dem Ansehen des Amtes als auch der USA schadet.

Anders als das Beratergremium der US-Wirtschaftsführer ist der PCAH sogar eine offizielle Behörde - und nach ihrem Kollektiv-Rücktritt auch die erste Abteilung des Weißen Hauses, die nun ersetzt werden muss. Die 17 Mitglieder wurden bereits von Ex-Präsident Barack Obama ernannt, kamen aber unter Trump nie zusammen.

Wie Ernst die Künstler, Schauspieler und Wissenschaftler ihre - vermutlich - versteckte Botschaft meinen, wird im weiteren Verlauf des Briefes deutlich.

Darin attackieren sie Trump für seine Budgetkürzungen im künstlerischen und kulturellen Bereich, dessen atomare Drohungen, seinen Austritt aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen oder den Einreisestopp für Muslime aus zahlreichen Ländern.

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