Die rechtsradikalen Identitären wollen in Barcelona demonstrieren - dann stellt sich ihnen eine Menschenmenge in den Weg

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Die rechtsradikalen Identitären wollen in Barcelona demonstrieren - dann stellt sich ihnen eine Menschenmenge in den Weg | dpa
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  • Anhänger der rechtsradikalen Identitären Bewegung haben am Freitag in Barcelona gegen die "Islamisierung Europas" demonstriert
  • Eine Menschenmenge stellte sich ihnen lautstark in den Weg

Am Ort des Terroranschlags von Barcelona ist es am Freitag zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen rechten Demonstranten und Passanten gekommen.

Die Demonstranten waren am Abend unweit der Einmündung des Rambla-Boulevards zur Plaça Catalunya aufgetaucht. Sie trugen Flaggen mit dem Symbol der Identitären Bewegung, mit Sankt-Georgs-Kreuzen sowie Transparente mit Aufschriften wie "Defend Europe" und "Stop Islamization of Europe".

Eine Menschenmenge stellte sich ihnen entgegen und rief lautstark: "Faschisten raus aus unseren Stadtvierteln!". Einige skandierten auch "No pasarán» («Sie werden nicht durchkommen), den Slogan der Republikaner aus dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Andere hielten Regenbogenbanner hoch.

Schließlich zogen sich die Identitären unter Triumphgejohle der Menge wieder zurück. "Was gestern in Barcelona passiert ist, war ein Akt des Hasses. Aber dies ist der gleiche Hass", sagte der Bankangestellte Eduard Sánchez der Nachrichtenagentur dpa.

Auf den Ramblas hatte ein Attentäter am Donnerstag mit einem Kleintransporter mindestens 13 Menschen getötet. Die Identitäre Bewegung wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet.

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