Weil sie keine Burka mehr tragen dürfen, haben sich Muslimas in der Schweiz etwas einfallen lassen

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  • Im Schweizer Tessin wurde vergangenen April ein Verschleierungs-Verbot beschlossen
  • Nun haben Burka-Trägerinnen aber eine Lösung gefunden, damit sie sich auch weiter verschleiern können
  • Wie die aussieht, seht ihr im Video oben

Seit vergangenem Sommer gilt im Schweizer Kanton Tessin ein Gesetz, das das Tragen von Burkas in der Öffentlichkeit verbietet. Laut der “Aargauer Zeitung” haben sich die Musliminnen dort aber nun etwas Kreatives einfallen lassen, um das kontroverse und – aus Sicht vieler – auch diskriminierende Gesetz zu umgehen.

Polizei ist offenbar ratlos

Sie tragen lange Kleidung, ein Kopftuch und dazu einen medizinischen Mundschutz. Der bedeckt von ihrem Gesicht genau so viel, wie eine Burka es auch tun würde. Auch asiatische Touristen tragen gerne Mundschutz. Das Phänomen zu verbieten, wäre also recht aufwendig, und die Polizei weiß nicht recht, wie sie damit umgehen soll.

Eventuelle Prüfung ärztlicher Atteste

Das hält die Schweizer aber nicht davon ab, auch weiterhin gegen die Vollverschleierung zu sein. Man wolle eventuell sogar ärztliche Atteste einfordern, sagte Roberto Torrente, der Sprecher der Polizei im Tessiner Bezirk Lugano, gegenüber der Zeitung „Giornale del Popolo“.

Ob diese Idee einer Prüfung des Regierungsrats standhält, wird sich zeigen. Auch in Deutschland gab es eine Debatte über ein Burka-Verbot. Im April beschloss der Bundestag allerdings, dass sich nur Bedienstete im Staatsdienst nicht verschleiern dürfen.

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