Kaum jemand spricht über die Katastrophe, die gerade Sierra Leone heimsucht

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SIERRA LEONE KID
Niemand hat die Katastrophe mitbekommen, die Sierra Leone heimgesucht hat | STR New / Reuters
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  • In Sierra Leone sind mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen
  • Erst gab es Überschwemmungen, dann auch noch einen Erdrutsch
  • Jeder kann dem westafrikanischen Staat helfen

Sierra Leone leidet. Der Staat in Westafrika ist von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht worden, bei der 400 Menschen - unter anderem 100 Kinder - ihr Leben verloren haben.

Inmitten der Nordkorea-Krise, Trumps absurden Tweets und dem Wahlkampf in Deutschland, hat jedoch kaum jemand etwas davon mitbekommen.

Angefangen hat alles mit heftigen Überschwemmungen, die einen Erdrutsch am "Zuckerhut" 25 Kilometer von der Hauptstadt Freetown auslösten.

Die Wohnhäuser am Rand der Hauptstadt Freetown stehen unter Wasser. Hunderte Menschen konnten sich nicht mehr retten, wurden in ihre Häuser eingesperrt.

Bis zu 600 Menschen werden noch vermisst

Rettungskräfte versuchen, die noch lebenden Opfer zu retten und die Leichen zu bergen. Die Aktion gestaltet sich aber als sehr schwierig und auch gefährlich.

Abu Bakar Tarawalie, Sprecher des internationalen Verbandes vom Roten Kreuz und Roten Halbmond in Freetown, sagte der "Tagesschau", dass noch 600 Menschen vermisst werden.

Mehr als 1000 Opfer werden befürchtet.

Wie konnte es so weit kommen? Viele Armenviertel in Sierra Leone liegen in Höhe des Meeresspiegels. Zudem verfügen sie oft über schlechte Abwassersysteme. So werden Überschwemmungen während der Regenzeit begünstigt.

Ernest Bai Koroma, der Präsident des Staates, bat am Mittwoch alle Angehörigen, die Leichen ihrer Liebsten abzuholen. Andernfalls würden die nicht identifizierten Körper verbrannt werden.

Schon ein kleiner Beitrag kann viel bewirken

Durch internationale Hilfsprojekte kann das Leid der Bürger zumindest gelindert werden.

Das Kinderhilfswerk Plan bekämpft Armut direkt an der Wurzel und unterstützt Kinder – um zu verhindern, dass sie sozial abstürzen.

Hier könnt ihr spenden: Das Kinderhilfswerk Plan unterstützen

Ein Waisenhaus bei Freetown braucht dringend Hilfe. Seit 2014 werden dort Kinder aufgenommen, die ihre Eltern an Ebola verloren haben. Allerdings muss es dringend renoviert werden. Das Projekt wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde und des Afrikanischen Zentrums in Hamburg-Borgfelde ins Leben gerufen.

Auf der Spendenplattform Betterplace kann sich jeder für die Kinder engagieren - und ihnen so einen besseren Start ins Leben ermöglichen.

Hier könnt ihr spenden: Die Renovierung des Waisenhauses unterstützen

Hinzu kommen weitere Spendenprojekte, die von Unicef und dem Roten Kreuz initiiert wurden.

Schon ein geringer Betrag kann den Menschen in Sierra Leone dabei helfen, ihr Leben massiv zu verbessern. Jeder von uns kann sich engagieren.

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(lp)

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