"Es ist ein schmerzhafter Kampf": Eine Mutter gesteht, wie sehr sie unter dem Stillen leidet

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  • Ihr Baby zu stillen, ist nicht für alle Mütter einfach - kaum eine aber traut sich, das zuzugeben
  • Eine Amerikanerin hat mit einem ehrlichen Instagram-Post nun für Aufsehen gesorgt

Glücklich lächelnde Mütter und zufrieden nuckelnde Babys: In Werbung, Fernsehserien und auf Bildern von Promis sieht Stillen meistens ganz einfach und unbeschwert aus.

Doch auch wenn es eines der natürlichsten Dinge auf der Welt ist, sein Baby an der Brust zu säugen, fällt es manchen Müttern sehr schwer.

Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Vielleicht hat die Mutter starke Schmerzen beim Stillen oder fühlt sich schlicht nicht wohl dabei.

Das Gesicht der Mutter ist tränenüberströmt

Den meisten von ihnen fällt es aber schwer, über ihre Probleme zu sprechen - oft aus Angst davor, als Rabenmutter verurteilt zu werden, wenn sie es nicht stillt.

Immer wenn eine Mutter sich dann aber doch mal traut, über ihre Probleme zu sprechen, bekommt sie großen Zuspruch von anderen, denen es ähnlich geht.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Amerikanerin Angela Burzo mit einem ehrlichen Post übers Stillen gerade für Aufmerksamkeit sorgt.

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Sie teilte ein Foto von sich auf Instagram. Sie hält ihr Baby an der Brust und ihr Gesicht ist tränenüberströmt.

I love seeing all these beautiful women in their beautiful nursing clothes smiling down at their babes as they lovingly look up back at them hand in hand while breastfeeding away. That is not my reality, right now that is. This is real & as much as I want to stay strong and be the soldier I feel I can be I cannot hide the struggle that is BREASTFEEDING. Whether she is not latching on properly, whether I am not producing enough milk to keep up with her demand, whether my nipples might not be adequate, whether we confused her with having to give her a bottle after pumping....whatever it may be it has been an emotional & painful struggle. Today has been full of no naps, sucking and not eating, crying and frustrated parents. This photo depicts my reality of this Breastfeeding journey so far & that first latch & the pain I endure. Keeping it real. Thank you to all those women coming to my rescue even the times I didn't reach out. All your kind words & encouragement have been a blessing 💕 #nationalbreastfeedingweek #breastfeeding #ayleeburzo12daysold #fedisbest #inspire #keepingitreal #reality #thestruggleisreal #blessed #thankful #normalizebreastfeeding #reallife #realshit #breastmilk #breastfed #boobolution #nationalbreastfeedingmonth #nationalbreastfeedingawarenessmonth

Ein Beitrag geteilt von Angela Burzo (@burzolife) am

Dazu schreibt sie:

"Ich finde es toll, all diese wunderschönen Frauen zu sehen in ihrer wunderschönen Stillkleidung, wie sie auf ihre Babys hinablächeln und die ihren Blick erwidern, Hand in Hand während des Stillens. So sieht meine Wirklichkeit nicht aus. Sondern so, wie es das Foto zeigt.

So sieht die Realität bei mir aus. Und so sehr ich auch stark sein möchte, so sehr ist mir auch klar, dass ich nicht verstecken kann, wie sehr ich unter dem Stillen leide. Vielleicht saugt sie nicht richtig, vielleicht produziere ich nicht genug Milch, um ihren Bedürfnissen zu genügen, vielleicht sind meine Brustwarzen nicht gut fürs Stillen, vielleicht haben wir sie verwirrt, indem wir ihr zwischendurch ein Fläschchen gegeben haben.

Egal, was es auch sein mag, es ist ein schmerzlicher Kampf. Der heutige Tag war geprägt von fehlendem Schlaf, saugen, ohne zu trinken, schreien und frustrierten Eltern. Dieses Foto beschreibt meine Erfahrungen mit dem Stillen bis zum heutigen Zeitpunkt und den Schmerz, den ich erleide."

Burzo bekommt viel Zuspruch von anderen Müttern

Die Facebook-Seite "Love What Matters" hat Burzos Worte aufgegriffen. Der Post hat bereits mehrere tausende Likes und Kommentare.

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Viele Mütter berichten unter dem Post von ähnlichen Erfahrungen. "Oh, Mama! Trockne deine Tränen und lass mich dir sagen, dass alles gut werden wird", schreibt eine Facebook-Nutzerin. "Ich habe exakt dasselbe durchgemacht."

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Erste Worte, erstes Durchschlafen - und der erste Kita-Platz: All das ist Thema in unserer Eltern-Gruppe bei Facebook. Meldet euch hier an.

Einige Frauen haben Burzo sogar angeboten, sich an sie zu wenden, wenn sie jemanden zum Reden braucht. "Es tut mir so leid, dass du das durchmachen musst", kommentiert eine Userin. "Bei mir war es auch so und ich weiß genau, wie sich das anfühlt. Es ist das Schlimmste! Am besten du gehst zu einem Stillberater, wenn du das noch nicht getan hast. Melde dich gerne bei mir, wenn du darüber sprechen willst."

Zu lesen, welche Qual das Stillen für Burzo darstellt, ist traurig und schlimm. Umso schöner ist es zu sehen, dass so viele andere Mütter ihr Mut zusprechen und ihr versichern, dass es keinen Zwang zum Stillen gibt, sondern sie das tun soll, womit sie sich am wohlsten fühlt.

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