Christian Tramitz: Bei einem seiner Filme bleibt er "hängen"

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Rick Kavanian (v.l.), Christian Tramitz und Michael "Bully" Herbig in "Bullyparade - Der Film"

Ehe Christian Tramitz (62) wieder als Chick Hicks in "Cars 3: Evolution" (Kinostart: 28.9.) zu hören ist, mischt er das Kino mit Michael "Bully" Herbig (49) und Rick Kavanian (46) in "Bullyparade - Der Film" auf. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht Tramitz darüber, wie es war, erneut ein Projekt mit den beiden zu verwirklichen. Außerdem verrät er, welches Kostüm wenig schmeichelhaft ist und bei welchem seiner Filme er denkt: "Ach, so schlecht war das nicht, was wir da gemacht haben".

Herr Tramitz, ein Projekt jagt das nächste. "Bullyparade - Der Film" kommt nun raus. Wie ist Ihre Gefühlslage vor dem Kinostart?

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Christian Tramitz: Das ist so eine Sache. Man dreht etwas, hat ein Gefühl dafür, aber keine Ahnung, ob das Publikum es mögen wird. Dann sitzt man zitternd in der Premiere. Vor allem bei Komödien ist das schwierig, wenn dann keiner lacht.

Fällt es Ihnen schwer, sich selbst auf der Leinwand zu sehen?

Christian Tramitz: Ich schaue mir den Film bei der Premiere an, aber ich käme nie auf die Idee, mir zu Hause meine eigenen Filme anzusehen. Wenn allerdings 'Der Schuh des Manitu' zum Beispiel an Ostern im Fernsehen läuft, kann es passieren, dass ich mal zehn Minuten hängen bleibe und mir denke: 'Ach, so schlecht war das nicht, was wir da gemacht haben'.

Haben Sie eine Lieblingsfigur aus der "Bullyparade"?

Christian Tramitz: Ich mag sehr, sehr gerne den Schrotti. Der ist so eine Mischung aus Naivität und Schlaumeierei, das finde ich perfekt. Ich mag aber alle Figuren, die im Film vorkommen. Am wenigsten jedoch den Captain, was allerdings am Kostüm liegt. Sobald man nämlich ein paar Kilos zu viel hat, sieht man in diesen Nyltest-Pullovern einfach nur schrecklich aus. Da hilft auch das Baucheinziehen nichts.

Haben Sie mit Michael Herbig und Rick Kavanian die ganzen Jahre über Kontakt gehalten?

Christian Tramitz: Nach sechs Staffeln 'Bullyparade' war es wie ein eheähnliches Verhältnis zwischen uns. Irgendwann haben wir gesagt: 'Jetzt ist es gut. Wir hören erstmal auf und jeder macht etwas Eigenes.' Wir haben uns ab und an gesehen und telefoniert. Für das Drehbuchschreiben von 'Bullyparade - Der Film' dann wieder so eng aufeinander zu hocken, war merkwürdig. Es kamen die ganzen alten Geschichten wie in Flashbacks hoch. Aber es hat Spaß gemacht. Wir hatten es lustig beim Schreiben und beim Drehen. Wir können nur hoffen, dass dieser Funke auch auf die Leute überspringt. Und wenn es nur 20 Prozent von dem Spaß sind, den wir hatten, wäre das toll.

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