Nach Rücktrittswelle zieht Trump die Notbremse - und löst zwei Beraterkreise auf

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Nach Rücktrittswelle zieht Trump die Notbremse - und löst zwei Beraterkreise auf | Kevin Lamarque / Reuters
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  • US-Präsident Trump hat zwei Beraterkreise im Weißen Haus aufgelöst
  • Zuvor waren Mitglieder der Kreise bereits aus Protest gegen Trumps Haltung zur Gewalt in Charlottesville zurückgetreten

US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. Das gab Trump am Mittwoch auf Twitter bekannt.

"Statt Druck auf die Geschäftsleute das Industrie-Rates und des Strategie- und Politikforums auszuüben, beende ich beide", schrieb Trump. "Vielen Dank an alle."

Trump liefen die Mitglieder davon

Kurz zuvor war allerdings bekanntgeworden, dass eines der beiden Gremien von sich aus die Einstellung seiner Arbeit ankündigen wollte.

Aus dem anderen Kreis hatten sich in den vergangenen Tagen bereits reihenweise Mitglieder verabschiedet, darunter der Vorstandschef des Pharmaherstellers Merck, Kenneth Frazier, und Intel-Chef Brian Krzanich. Alle begründeten dies mit Trumps Haltung zu Charlottesville.

Der US-Präsident hatte sich zunächst nicht ausdrücklich von der rechten Gewalt distanziert, am Montag verurteilte Trump schließlich die rechten Gewalttäter - um dann am Dienstag zurückzurudern und beiden Seiten abermals die Schuld an den Ausschreitungen in Charlottesville zu geben.

Am Samstag war bei rassistischen Ausschreitungen in der US-Kleinstadt Charlottesville in Virginia eine 32 Jahre alte Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet worden. 19 Menschen wurden verletzt. Der Fahrer hatte anscheinend vorsätzlich gehandelt.

"Niemand will diese Art von Entzweiung unterstützen"

US-Medien zitierten einen CEO mit den Worten: "Angesichts der Kommentare der vergangenen Tage wollte niemand weiterhin als ein Unterstützer dieser Art von Entzweiung gelten."

In diesem Gremium waren unter der Führung von Stephen Schwarzman (Blackstone) 17 Konzern- und Firmenchefs vertreten, unter anderem von WalMart, IBM, Ernst&Young oder JPMorgan Chase.

Die Kreise hatten sich bisher nur selten getroffen. Die Gremien hatten keine Entscheidungsmacht und waren von Trump eher gedacht, um medienwirksam seine Nähe zur Wirtschaft zu demonstrieren.

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