Altkanzler Schröder kontert die Kritik an seinen Russland-Verbindungen mit einem bizarren Argument

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GERHARD SCHROEDER
Altkanzler Gerhard Schröder | SASCHA SCHUERMANN via Getty Images
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  • Altkanzler Schröder will sich in den Aufsichtsrat eines russischen Ölkonzerns wählen lassen
  • Dafür handelt er sich Kritik von SPD-Chef Martin Schulz ein
  • Schröder keilt jetzt zurück

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Berichterstattung über seinen möglichen künftigen Aufsichtsratsposten beim russischen Ölkonzern Rosneft kritisiert.

"Ich habe den Eindruck, das hat weniger mit meiner Tätigkeit zu tun als vielmehr mit dem Wahlkampf. Hier soll offenbar Frau Merkel geholfen werden", sagte der frühere SPD-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Rosneft steht auf der Sanktionsliste der EU

Schröder steht auf einer Liste mehrerer Kandidaten für den Posten eines "unabhängigen Direktors" beim Staatskonzern Rosneft. Die Wahl in den Aufsichtsrat am 29. September gilt nach Einschätzung von Experten als Formalie. Das Ölunternehmen steht nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 auf der Sanktionsliste der EU.

Schröder kritisiert in dem RND-Interview einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Dort heißt es unter Berufung auf den Geschäftsbericht 2016, dass Rosneft seinen neun Vorstandsmitgliedern rund 52 Millionen Euro an Gehältern, Boni und Zuschüssen gezahlt habe. Das seien fast sechs Millionen pro Person.

"Nur" 600.000 Euro Gehalt für Schröder?

Die "Bild" schreibt nicht, dass auch Schröder so viel bekommen würde - er versteht den Bericht aber offenbar so.

"Die in der "Bild"-Zeitung genannten Summen sind völlig absurd", sagte er. Für die für ihn vorgesehene Rolle würde er weniger als ein Zehntel der genannten Summe erhalten, falls er gewählt werde. Das bedeutet: weniger als 600 000 Euro pro Jahr. "Das ist ja noch überhaupt nicht entschieden", fügte Schröder hinzu.

Mehr zum Thema: Verbindungen nach Russland: Die unglaubliche Causa Schröder

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