Eier-Skandal: So prüft ihr per App oder online, ob eure Chargennummer betroffen ist

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Wer es einfach möchte, kann sich die App "Faule Eier" kostenlos runterladen | andresr via Getty Images
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  • Millionen Eier in mindestens 15 Ländern sind mit Fipronil belastet
  • In deutschen Supermarkt-Regalen sollen alle Eier zuvor getestet worden sein
  • Mit einer App und dem Portal "Lebensmittelwarnung.de" können Nutzer ihre Eier überprüfen

Der Fipronil-Skandal weitet sich weiter aus: 28 Millionen vermutlich belastete Eier sollen nach Deutschland geliefert worden sein, das ist mehr als doppelt so viel, wie Behörden bisher eingestanden haben.

Nach jüngsten Erkenntnissen sind mindestens 14 weitere EU-Staaten sowie mehrere Nicht-EU-Länder wie die Schweiz, Südkorea und Hongkong betroffen. Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte das Insektengift in die Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde.

Deutsche Verbraucher sollen trotzdem derzeit mit mehr geprüften Eiern in den Regalen rechnen können. Wer sich trotzdem unsicher ist, kann seinen Eiern dem Test unterziehen. Mithilfe der Chargennummern. Diese sind auf die Schale der Eier und auf der Schachtel gedruckt.

Die App "Faule Eier" als praktischer Helfer

Wer es einfach möchte, kann sich die App "Faule Eier" kostenlos runterladen. Innerhalb von 24 Stunden entwickelten Sven Abels und Christiane Uhlir aus Ganderkesee bei Bremen das praktische Tool.

Nutzer können dort die Nummer ihrer Eier angeben. Die App sagt einem dann, ob die Nummer zu belasteten Chargen gehört - oder eben nicht.

Den Entwicklern zufolge wird die Liste, mit der die App die eingetippten Nummern vergleicht, regelmäßig aktualisiert.

Hier bekommt ihr die "Faule Eier"-App von abelssoft

Die App finden Smartphone-Besitzer auch im Apple- und im Google-Play-Store.

Bundesländer veröffentlichen Lebensmittelwarnungen auf Internet-Portal

Wer lieber auf die offiziellen Daten zugreifen möchte, kann dies ebenfalls. Denn jene Eier, die offizielle Stellen geprüft und als belastet eingestuft haben, befinden sich zum einen auf dem Bundesländer-Portal "Lebensmittelwarnung.de". Sie sollen nicht verzehrt, sondern in die Geschäfte zurückgebracht oder mit dem Restmüll entsorgt werden.

Hier geht's zum Portal "Lebensmittelwarnung.de"

Nach dem Stand vom 16. August (ohne Gewähr auf Vollständigkeit) sind demnach Eier aus niedersächsischen Betrieben mit folgenden Nummern betroffen: 0-DE-0360521, 1-DE-0357731, 1-DE-0358001, 2-DE-0358621

Zudem sind Eier aus den Niederlanden mit folgenden Stempelnummern nachweislich mit Fipronil belastet. Folgende Chargen lieferten Händler nach Deutschland:

  • 0-NL-4031001, 0-NL-4048602, 0-NL-4170101, 0-NL-4263501, 0-NL-4263502, 0-NL-4310001, 0-NL-4352601, 0-NL-4352602, 0-NL-4370301, 0-NL 4385501, 0-NL 4392501
  • 1-NL-4035701, 1-NL-4044401, 1-NL-4044402, 1-NL-4044403, 1-NL-4056701, 1-NL-4074606, 1-NL-4112901, 1-NL-4117601, 1-NL-41176021-NL, 1-NL 4128604, 1-NL-4167902, 1-NL-4205102, 1-NL 4286001, 1-NL-4315402, 1-NL-4322401, 1-NL-4331901, 1-NL-4339301, 1-NL-4339912, 1-NL-4359801, 1-NL-4385701, 1-NL-4394301, 1-NL-4402101
  • 2-NL-4037602, 2-NL-4041202, 2-NL-4044402, 2-NL-4044403, 2-NL-4044404, 2-NL-4056702, 2-NL-4074605, 2-NL-4167901, 2-NL-4205101, 2-NL-4207903, 2-NL-4212103, 2-NL-4270802, 2-NL-4272201, 2-NL-4272202, 2-NL-4272301, 2-NL-4275603, 2-NL-4322402, 2-NL-4332601, 2-NL-4332602, 2-NL-4360502, 2-NL- 4385702, 2-NL-4383803, 2-NL-4383804, 2-NL-4395001
  • 3-NL-4022701, X-NL-4022701

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