Trump twittert irre Gewaltfantasie gegen CNN-Reporter – und macht dann einen Rückzieher

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Trump twittert irre Gewaltfantasie gegen CNN-Reporter – und macht dann einen Rückzieher | getty
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  • Donald Trump hat eine Zeichnung getwittert, in der ein Reporter von einem Zug überfahren wird
  • Er löschte das Bild kurz darauf
  • Dennoch ist das Signal des US-Präsidenten fatal

Es gibt nur ein Thema, über das Donald Trump lieber spricht oder twittert als über seinen eigenen "großartigen“ Erfolg: die "Fake-News"-Medien.

Trumps Verachtung für die US-Presse geht dabei so weit, dass sich der Republikaner in der Vergangenheit zu regelrechten Gewaltfantasien hinreißen ließ.

Am Dienstag trieb Trump seine Medien-Feindlichkeit auf die Spitze.

Trump retweetete das Bild einer Nutzerin, die dazu "Nichts kann den Trump-Zug stoppen" schrieb. Darunter war ein Bild eines Zuges zu sehen, der einen Mann auf den Gleisen erfasst. Statt einem Kopf trägt dieser das Logo des US-Sender CNN, eines der größten Feindbilder Trumps.

Trump löschte wenig später seinen Tweet. Einsicht? Wohl eher ein taktischer Schachzug.

Mehrere US-Journalisten hielten den mittlerweile offline genommenen Tweet des US-Präsidenten für die Ewigkeit fest. Denn er ist aus mehreren Gründen höchst problematisch.

Zum einen verrät das martialische Bild viel darüber, was Trump über die Pressefreiheit und über die Legitimität von Gewalt denkt. Zum anderen kommt es zu einem höchst fragwürdigen Zeitpunkt, wie die "New York Magazine“-Journalistin Olivia Nuzzi bemerkte.

Sie schrieb: "Nachdem eine Frau bei einer rassistischen und nationalistischen Demo tödlich überfahren wurde, teilt der Präsident ein Bild von einem 'Trump'-Zug, der einen CNN-Reporter erfasst."

Schon zuvor hatte Trump den rechtsradikalen Aktivisten Jack Posobiec retweetet – den Beitrag aber ebenfalls gelöscht.

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(ben)

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