POLITIK
13/08/2017 23:31 CEST | Aktualisiert 14/08/2017 08:07 CEST

RTL-"Wahlarena": Schulz will erklären, wie er Druck auf Trump machen will – doch ihm unterläuft ein Patzer

dpa
RTL-"Wahlarena": Schulz will erklären, wie er Druck auf Trump machen will – doch ihm unterläuft ein Patzer

  • Martin Schulz hat in der RTL-"Wahlarena" den US-Verteidigungsminister verwechselt

  • Mit seinem Wissen über die US-Politik konnte er somit nicht punkten

In der RTL-"Wahlarena" hat sich SPD-Chef Martin Schulz den kritischen Fragen einiger Bürger gestellt. Es ging um No-Go-Areas, bezahlbaren Wohnraum, Flüchtlingshilfe – aber auch um die große internationale Politik.

Ein Mann im Publikum wollte wissen, ob er Angst vor dem Atomkrieg zwischen den USA und Nordkorea haben müsse. Einige Sekunden sagte Schulz nichts. Dann antwortete er, man müsse in diesen schwierigen Zeiten "einen kühlen Kopf" bewahren. Aber Politiker, die keine Angst hätten, seien dumm, auch er mache sich Sorgen.

Das liege auch an Donald Trump. Denn der lasse nicht mit sich reden.

Ob das mit Martin Schulz besser werden würde, wollte Moderator Peter Kloeppel wissen, doch der ließ sich darauf nicht ein: "Der (Trump, d. Red.) lässt sich auch von Frau Merkel nichts sagen."

"Verteidigungsminister Kelly"

Es gehe daher auch darum herauszufinden, wer überhaupt Einfluss auf Trump habe. Schulz schien da bereits eine Vorstellung zu haben – doch er erlaubte sich einen kleinen Patzer.

Außenminister Rex Tillerson nannte der SPD-Kandidat – und "Verteidigungsminister Kelly". Das Problem: Sollte Schulz John F. Kelly meinen, so ist dieser Stabschef im Weißen Haus, nicht Verteidigungsminister. Zuvor war Kelly Minister für Innere Sicherheit. Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten ist ein anderer: James Mattis.

Es war nur ein kleiner Schnitzer, doch für Schulz, der offenbar mit seinen genauen Kenntnissen der US-Politik punkten wollte, war es ein peinlicher.

Sein Glück: Von den Anwesenden im Studio ging niemand auf den Versprecher ein. Und ohnehin: Vielleicht ist in zwei Monaten schon ein ganz anderer Chef im Pentagon. Trump wäre es zuzutrauen.

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(mf)

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