Trump macht mit fünf Worten klar, was er von Merkels Kritik im Nordkorea-Konflikt hält

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  • Donald Trump hat sich zur Kritik von Angela Merkel im Nordkorea-Konflikt geäußert
  • Trump gibt offenbar nicht viel auf die Intervention der Kanzlerin
  • Im Video oben erklären wir das Thema in 60 Sekunden

Kanzlerin Angela Merkel ist mit einer klaren Ansage an US-Präsident Trump in den Wahlkampf gestartet. "Ich sehe keine militärische Lösung dieses Konflikts", sagte Merkel am Freitag und kritisierte Trumps "Eskalation der Sprache".

Der schoss am Samstag zurück – mit nur fünf Worten: "Lasst sie für Deutschland sprechen". Mehr wollte der US-Präsident nicht zur Kritik Merkels in der Causa Nordkorea sagen.

Trump hält die Drohkulisse unverändert aufrecht, hatte aber am Freitag auch Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konflikts geäußert. "Hoffentlich wird alles gutgehen", sagte Trump in Bedminster (New Jersey) nach einem Treffen mit Außenminister Rex Tillerson und UN-Botschafterin Nikki Haley. "Niemandem wird eine friedliche Lösung lieber sein als Präsident Trump", sagte der Präsident.

SPD macht der Kanzlerin Druck

Wenn dem US-Territorium Guam etwas geschehe, werde Nordkorea in "großen, großen Schwierigkeiten" sein. Zu Pjöngjang sagte Trump: "Ich hoffe, dass sie in Gänze die Tragweite dessen verstehen werden, was ich gesagt habe. Und was ich sage, meine ich auch." Am Freitagmorgen hatte Trump drohend getwittert: "Militärische Lösungen sind nun voll einsatzfähig - geladen und entsichert".

Anzeichen für eine Truppenmobilisierung gibt es aber nicht. Auch Verteidigungsminister James Mattis betonte zuletzt, die US-Bemühungen seien von der Diplomatie getrieben. Nordkorea hatte trotz Verboten des UN-Sicherheitsrats am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet.

SPD-Außenpolitiker Niels Annen drängte derweil auf ein stärkeres Einwirken von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf US-Präsident Donald Trump. "Ich erwarte von Bundeskanzlerin Merkel, dass sie persönlich bei Trump interveniert und darauf hinwirkt, dass diese Krise nicht weiter eskaliert", sagte Annen der "Heilbronner Stimme".

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(jg)

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