NACHRICHTEN
10/08/2017 20:47 CEST | Aktualisiert 11/08/2017 00:51 CEST

"Feuer und Zorn war nicht scharf genug": Trump legt gegen Nordkorea nach

Jonathan Ernst / Reuters
"Nordkorea soll sich zusammenreißen": Trump legt gegen Diktator Kim nach

  • US-Präsident Donald Trump hat erneut der kommunistischen Führung in Nordkorea gedroht

  • Seine "Feuer und Zorn"-Rede zuvor sei womöglich noch nicht hart genug gewesen, sagte Trump

US-Präsident Donald Trump hat gegen Nordkorea nachgelegt. Das kommunistische Regime solle sich zusammenreißen oder es werde Ärger bekommen, "wie ihn nur wenige Nationen" zu spüren bekommen hätten, sagte er vor Reportern während seines Urlaubs auf seinem Golfplatz in New Jersey.

Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke.

Über seine "Feuer und Zorn"-Rede vom Dienstag sagte Trump, seine Äußerungen seien vielleicht noch nicht hart genug gewesen. "Sie tun uns das schon eine lange Zeit an", sagte Trump über Nordkorea, "es ist an der Zeit, dass jemand für unser Land und seine Menschen aufsteht."

Die Äußerung hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Beobachter fühlten sich bei den Worten an die Rede von US-Präsident Harry Truman erinnert, bevor die USA eine Atombombe auf das japanische Hiroshima abwarfen.

Über einen Präventivschlag wollte Trump nicht reden

Auf Nachfrage wollte Trump nicht erläutern, was härter als "Feuer und Zorn" bedeute, berichtet die amerikanische Ausgabe der HuffPost.

Er sagte, der USA seien die Unterstützung vieler Nationen sicher, wenn es darum gehe, auf die Drohungen Nordkoreas zu reagieren. "Wir werden 100 Prozent von unserem Militär unterstützt, wir werden von jedem unterstützt", sagte Trump.

Er behauptete auch, viele US-Senatoren hätten seine Äußerungen unterstützt. Tatsächlich haben aber 60 Kongress-Mitglieder einen Brief unterzeichnet, in dem sie sich von Trumps Rede distanzierten.

Der Präsident wollte nicht beantworten, ob das Militär auch einen Präventivschlag in Erwägung ziehe. "Wir reden nicht darüber", sagte er. "Ich tue das nie".

Mehr zum Thema: Wie wahrscheinlich ist ein Krieg zwischen den USA und Nordkorea? Diese 5 Fakten müsst ihr kennen

Drohungen und Kritik gegen Trump

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte Trump für seine "Feuer und Zorn"-Rede kritisiert.

Eine solche Rhetorik mache Sorgen und Angst, "dass wir ähnlich wie im Ersten Weltkrieg schlafwandlerisch in einen Krieg hineinmarschieren, bloß eben in diesem Fall in einen Krieg, der im Zweifel mit Atomwaffen geführt wird", sagte der SPD-Politiker.

Nordkorea hatte sich von der Rede am Donnerstag unbeeindruckt gezeigt. Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen", hieß es in einer Stellungnahme der Streitkräfte, aus der die nordkoreanische Staatsagentur KCNA zitierte.

Außerdem teilten die Streitkräfte mit, einen Angriffsplan für die Pazifikinsel Guam auszuarbeiten. Guam ist Teil des US-Territoriums.

Mit Material der AP.

Mehr zum Thema: Was passiert, wenn Kim Atomraketen schickt? Die 6 wichtigsten Fragen und Antworten

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Sponsored by Trentino