Dutzende Flüchtlinge landen an spanischem Strand und versetzen Urlauber in Aufruhr

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SPANIEN
Dutzende Flüchtlinge landen an spanischem Strand und versetzen Urlauber in Aufruhr | dpa
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  • Dutzende Flüchtlinge sind am Mittwoch mit einem Boot an einem spanischen Strand gelandet
  • Die Urlauber waren sichtlich perplex - Videoaufnahmen zeigen die Szenen

Die Ankunft eines Flüchtlingsbootes mit rund 50 Insassen hat Strandbesucher im Süden Spaniens in Aufruhr versetzt.

Nachdem ihr Boot die gut besuchte Playa de los Alemanes in Zahara de los Atunes erreicht hatte, liefen die Afrikaner inmitten der perplexen Badegäste sofort und schnell über den Strand.

Das zeigen Videoaufnahmen verschiedener Medien am Donnerstag.

Die Migranten hätten Spanien am Mittwochnachmittag erreicht, bestätigten die zuständigen Behörden.

Auch in Mallorca treffen mehr Flüchtlinge ein

Ein Sprecher der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil teilte mit, die Ankunft so vieler Flüchtlinge am helllichten Tage und an einem belebten Strand sei zwar äußerst ungewöhnlich. Seit Wochen träfen aber an der Küste der Provinz Cádiz immer mehr Flüchtlingsboote ein.

Nach Angaben des spanischen Seerettungsdienstes wurden allein zwischen Mittwoch und Donnerstagvormittag vor der Südküste des Landes insgesamt 32 Flüchtlinge aus vier Booten gerettet. Auch auf der Urlaubsinsel Mallorca treffen in diesem Sommer deutlich mehr Migranten ein als in den vergangenen Jahren.

11.000 Flüchtlinge im ersten Halbjahr

Der Ansturm auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla nahm zuletzt ebenfalls deutlich zu. Erst am Montag war es 187 Flüchtlingen gelungen, von Marokko aus in Ceuta auf spanisches Gebiet zu gelangen.

Ein Ansturm von rund 700 Migranten wurde in der Nacht zum Donnerstag von marokkanischen Beamten abgewehrt, wie die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Im ersten Halbjahr 2017 sind nach Angaben des Innenministeriums knapp 11.000 Flüchtlinge neu in Spanien angekommen. Das seien 104 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, hieß es.

Mehr zum Thema: Die Flüchtlingszahlen aus Libyen brechen massiv ein - warum das keine gute Nachricht ist

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