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10/08/2017 07:36 CEST | Aktualisiert 10/08/2017 07:44 CEST

Bildungsminister im Saarland plant Arabisch als Schulfach

dpa
Unterricht an einer Schule (Symbolbild)

  • An Saarlands Schulen soll es demnächst Arabisch-Unterricht geben

  • 7500 Flüchtlingskinder werden in saarländischen Schulen derzeit unterrichtet

  • Auch Türkisch- und Russisch-Unterricht soll angeboten werden

Das Saarland will den Unterricht anpassen, um Flüchtlingskindern das Lernen ihrer Muttersprache zu erleichtern.

An den dortigen Schulen soll ab dem Schuljahr 2018/2019 Arabisch als Fremdsprache angeboten werden.

Der SPD-Bildungsminister Ulrich Commerçon sagte laut der "Bild"-Zeitung: "Flüchtlingskinder bringen Sprachfähigkeiten aus ihren Herkunftsländern mit. Und die müssen als Unterrichtsfach mehr Raum bekommen."

Arabisch habe gute Chancen, einmal eine Weltsprache zu werden.

Den größten Anteil tragen die Gundschulen

Aktuell werden 7500 Flüchtlingskinder im Saarland unterrichtet. "Den größten Anteil tragen dabei die Grundschulen mit fast 2.800 Kindern und die Gemeinschaftsschulen mit ebenfalls fast 2.800 Schülerinnen und Schülern mit Flucht- beziehungsweise Migrationshintergrund. Die Gymnasien beispielsweise haben lediglich 400 aufgenommen", sagte Commerçon im saarländischen Fernsehen.

Neben arabisch sollen auch Türkisch und Russisch unterrichtet werden. "An ausgewählten Schulstandorten werden wir dann diese Sprachen als Unterrichtsfach mit ausgebildeten Lehrkräften anbieten", sagte Commerçon.

Pläne für einen Arabisch-Unterricht gibt es beispielsweise in Niedersachsen schon seit Monaten. Damals kam scharfe Kritik von der CDU und vom Philologenverband. Ob die Pläne nach der Regierungskrise in Hannover umgesetzt werden, ist allerdings unklar.

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(mf)