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09/08/2017 15:49 CEST | Aktualisiert 09/08/2017 15:50 CEST

Vor 13 Jahren wurde in Niedersachsen ein totes Baby in dieses Handtuch eingewickelt - jetzt könnte es den Mörder überführen

  • Der ungeklärte Mord an einem Baby soll nach 13 Jahren neu untersucht werden

  • Die Kriminalpolizei erhofft sich neue Hinweise durch die Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst"

  • Ein Handtuch soll dabei eine wichtige Rolle spielen

Ein grausames Verbrechen an einem Baby soll nach mehr als 13 Jahren aufgeklärt werden: In der 522. Ausgabe von "Aktenzeichen XY … ungelöst" bittet die Kriminalpolizei am Mittwochabend um die Mithilfe der ZDF-Zuschauer.

Am 11. März 2004 fanden Mitarbeiter eines Bauhofs die Leiche eines getöteten Babys an der Bundesstraße 241 im niedersächsischen Uslar, berichtet die Polizei. In dem Ort hatte das tote Mädchen vermutlich wochenlang unbemerkt gelegen – eingepackt in einer Lidl-Plastiktüte, einem Stoffbeutel der Supermarktkette "Sky" und in einem Handtuch.

Die Kriminalpolizei ermittelte damals, dass das Baby etwa vier Wochen zuvor abgelegt worden war. Ein Zeuge meldete sich bei der Polizei und gab an, das Bündel ein Stück vom Straßenrand entfernt zu haben, damit niemand über das Hindernis stolpere. Hinein gesehen hatte er allerdings nicht.

Ein 100 Jahre altes Handtuch soll Klarheit bringen

Die Obduktion ergab, dass der Säugling lebend zur Welt kam und durch "stumpfe Gewalteinwirkung" getötet wurde.

Rund 13 Jahre später erhoffen sich die Beamten nun neue Erkenntnisse in dem ungeklärten Mordfall – besonders wegen des Handtuchs, in das der Leichnam verpackt war.

polizeiinspektion

Quelle: POLIZEIINSPEKTION NORTHEIM/OSTERODE

Dabei handelt es sich offenbar um ein historisches Stück. Das Handtuch stamme aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts und könnte einer jungen Frau als Mitgift mitgegeben worden sein, teilt die Polizei mit. Auf dem Handtuch befindet sich ein Monogramm mit den Buchstaben "HK".

Wer zu dem Handtuch, der Tüte oder einer anderen Begebenheit des Falles Angaben machen kann, wird gebeten, sich an die Polizeiinspektion Northeim/Osterode unter (05551) 70050 oder an jede andere Polizeistation zu wenden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, ist eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

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(ll)

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