Gläubiger Trump-Berater: "Gott hat dem Präsidenten die Macht gegeben, Kim Jong-Un zu vernichten"

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DONALD TRUMP
Gläubiger Trump-Berater: "Gott hat dem Präsidenten die Macht gegeben, Kim Jong-Un zu vernichten" | Getty
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  • Der evangelikale Pastor Robert Jeffress sieht US-Präsident Trump auf einem Feldzug gegen das Böse
  • Im einem Interview sagte Jeffress: Gott habe Trump die Macht gegeben, Kim Jong-Un zu vernichten

Robert Jeffress ist ein evangelikaler US-Pastor - und Berater von Präsident Donald Trump. Während Trump mit drastischen Warnungen die Nordkorea-Krise weiter zuspitzt, sorgt Jeffress im US-Fernsehen für Wirbel.

Denn: Der Pastor ist der Meinung, Gott habe dem Präsidenten die "volle Machtbefugnis" gegeben, einen militärischen Angriff auf das kommunistische Regime auszuführen.

Eine Passage aus dem Brief von Paulus an die Römer erlaube es Herrschern, jedes notwenige Mittel zu nutzen, "um das Böse aufzuhalten". Das sagte Jeffress gegenüber dem US-Sender CBN am Dienstag.

Im Falle von Nordkorea "hat Gott Trump die Macht gegeben, Kim Jong-Un auszuschalten."

Jeffress befürwortet den harten Kurs von Trump gegenüber dem nordkoreanischen Diktator. Im Gegensatz zu früheren Regierungen zeige Trump keine furchtsame Haltung, er werde vielmehr "keine Bedrohung für die Menschen Amerikas tolerieren".

Der Pastor fügte auf Twitter hinzu: Der Präsident ziehe eine rote Linie, von der er nicht abweichen werde. "Dank sei Gott für diesen Präsidenten".

Jeffress äußerte sich, nachdem Trump den Nordkorea-Konflikt weiter angeheizt hatte. Der Präsident schickte eine drastische Warnung an das Regime: Jede weitere Bedrohung werde mit "Feuer und Zorn" beantwortet werden. Auch das ist übrigens eine Anspielung auf die Bibel - jedoch aus dem alten Testament.

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Unterschiedliche Regeln für die Menschen und die Regierung

Gegenüber der "Washington Post" stellte Jeffress seine Äußerungen noch einmal klar. Einige Gläubige würden den Römer-Brief auch als Beleg zitieren, die Gläubigen müssten sich friedlich verhalten. Allerdings würden für Menschen und für die Regierung unterschiedliche Regeln gelten.

"Ein Christ fragte mich: 'Wollen Sie nicht, dass der Präsident sich nach der Bergpredigt richtet?'", sagte Jeffress. "Ich sagte: 'Absolut nicht.'"

Jeffress führte auch noch einmal aus, dass die Regierung das Recht habe, das Böse - also in diesem Fall Diktator Kim - niederzuschlagen, "egal, ob mit einem Attentat, einer Hinrichtung oder einer üblen Bestrafung".

Jeffress ist in den USA für seine intoleranten Äußerungen gegenüber Schwulen, Muslimen, Katholiken und Mormonen bekannt.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Leonhard Landes übersetzt und editiert.

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