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09/08/2017 18:01 CEST | Aktualisiert 09/08/2017 19:48 CEST

Neue Hinweise in der Russland-Affäre? Das FBI hat die Wohnung von Trumps Ex-Wahlkampfleiter durchsucht

Getty
Das FBI hat die Wohnung von Trumps Ex-Wahlkampfleiter Manafort durchsucht

  • Das FBI sammelt weiter Beweise zur Russland-Affäre

  • Moskau soll die US-Wahl 2016 beeinflusst und so Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben

  • Deshalb durchsuchten FBI-Agenten die Wohnung von Trumps Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort

Im Morgengrauen kamen die Agenten. In der Russland-Affäre um eine angebliche Wahlbeeinflussung der US-Wahl 2016 zugunsten Donald Trumps hat das FBI die Wohnung von Paul Manafort durchsucht.

Zwar ist der US-Präsident derzeit im Urlaub, doch der Druck auf das Weiße Haus lässt nicht nach. Schon seit längerem ermittelt das FBI gegen Trumps Ex-Wahlkampfmanager.

Wie die "Washington Post" am Mittwoch berichtete, wurde Manaforts Wohnung in Alexandria bereits am 26. Juli durchsucht. Manaforts Sprecher bestätigte das.

Durchsuchung vor dem Morgengrauen

Die Agenten besaßen demnach einen Durchsuchungsbefehl, um Dokumente und Materialien beschlagnahmen zu können.

Bemerkenswert: Das FBI klopfte genau einen Tag später an die Tür, als Manafort sich dem Geheimdienstausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung gestellt hatte. Zwar hatte Trumps ehemaliger Wahlkampfchef freiwillig Dokumente an den Ausschuss übergeben. Doch offenbar vertraute dieser Manafort nicht und ließ deshalb die Wohnung durchsuchen.

Dabei waren die Ermittler, die für Sonderermittler Robert Mueller arbeiten, erfolgreich. Sie sollen das Haus mit zahlreichen Unterlagen verlassen haben.

Manafort im Fokus der Ermittler

Nachdem ein Treffen mit einer russischen Anwältin bekannt geworden war, war Manafort wieder verstärkt in den Fokus der Ermittler gerückt. An dem Zusammenkommen hatten auch der älteste Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., und dessen Schwiegersohn Jared teilgenommen.

Trump Jr. hatte in das Treffen eingewilligt, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton, versprochen worden war.

In einer E-Mail an ihn ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Dies gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

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(ks)

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