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08/08/2017 21:49 CEST | Aktualisiert 09/08/2017 07:08 CEST

Trump droht Nordkorea: "Wir werden mit Feuer und Zorn antworten"

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Trump warnt Nordkorea: "Wir werden mit Feuer und Zorn antworten"

  • US-Präsident Trump hat Nordkorea mit "Feuer und Zorn" gedroht, sollte das kommunistische Regime die USA weiter provozieren

  • Laut Geheimdienstberichten ist Nordkorea nun in der Lage, seine Raketen mit Atomsprengköpfen zu bestücken

US-Präsident Donald Trump hat der kommunistischen Führung in Nordkorea indirekt mit militärischer Gewalt gedroht. Diktator Kim Jong-Un solle besser keine Drohungen mehr Richtung USA schicken. "Sie werden mit Feuer und Zorn beantwortet, wie es die Welt noch nicht gesehen hat".

Das sagte Trump während eines Treffens mit Drogenabhängigen auf seinem Golfplatz in New Jersey.

Am Dienstag hatte ein Bericht der "Washington Post" und des japanischen Verteidigungsministeriums ergeben, dass Nordkorea nun in der Lage sei, seine Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken. Es wäre ein großer Schritt für das kommunistische Regime auf dem Weg zur vollwertigen Atommacht.

Japan: Nordkorea könnte zu selbstsicher werden

Japan warnte zugleich: Sollten die Berichte stimmen, könnte die Führung in Pjöngjang "zu selbstsicher" werden und sich zu riskanten militärischen Provokationen verleiten lassen

Laut dem Bericht der "Washington Post" sei der US-Geheimdienst DIA (Defence Intelligence Agency) der Ansicht, Nordkorea mache bei seinem Programm viel schnellere Fortschritte als bisher angenommen.

Der jetzt bekannt gewordene Schritt vergrößere die weltweiten Sorgen.

Der Konflikt ist brandgefährlich

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Land ist brandgefährlich. Japan und Südkorea sind Verbündete der USA, dem Erzfeind der Führung in Pjöngjang. Beide Länder fühlen sich durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zunehmend bedroht.

Trotz aller Verbote des UN-Sicherheitsrates sowie aller Warnungen hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern, hätte also das amerikanische Festland treffen können.

Als Reaktion auf den Raketentest hat der UN-Sicherheitsrat am Wochenende die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea verhängt. Nordkorea kündigte daraufhin Gegenmaßnahmen an, das Regime war auch zu keinerlei Abstrichen bei seinem Atomwaffenprogramm bereit.

Mehr zum Thema: Schickt Kim jetzt Raketen? Nach Sanktionen droht Nordkorea den USA mit Vergeltung

Mit Material der dpa und der AP.

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(jg)