Ein Syrer bringt sich selbst in Gefahr, um einen Vergewaltiger zu stoppen

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SEXUELLE BELSTIGUNG
Ein Syrer bringt sich selbst in Gefahr, um einen Vergewaltiger zu stoppen | iStock
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  • Im April hat ein Syrer in München einen sexuellen Übergriff verhindert
  • Nun hat ihn die Polizei für sein couragiertes Einschreiten geehrt

Was der 23-jährige Syrer Sleman Mohammed getan hat, nennt die Münchner Polizei "heldenhaft". Im April verhinderte der junge Mann einen sexuellen Übergriff.

Am Dienstag erhielt Mohammed von der Polizei für sein couragiertes Einschreiten eine Belobigung, eine Medaille, einen Kugelschreiber und 200 Euro, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Ein 35-jährige Syrer begrapscht eine junge Frau

Ende April hatte ein 35-jähriger Syrer am Heimeranplatz in München eine junge Frau angesprochen. Mittels eines Übersetzungsprogramms fragte er sie nach dem Weg, berichtet die Polizei später. Dann gab er ihr mit Hilfe des Programms zu verstehen, dass sie hübsch sei.

Daraufhin bedrängte er sie unvermittelt, drückte die Frau gegen ein Treppengeländer. Er begrapschte sie und versuchte, sie zu küssen.

Mohammed beobachtete den Vorfall. Er schritt sofort ein. Sein Landsmann habe ihn nur auf arabisch angefaucht. "Ich soll abhauen, hat er gesagt", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" Mohammed.

Täter bekommt zwei Jahre Haft auf Bewährung

Als die Frau Mohammed sagte, dass sie den Mann nicht kenne, griff er ein. Er verhinderte weitere Tätlichkeiten, "setzte dabei sogar seine eigene Gesundheit aufs Spiel", berichtet die Polizei. Der 35-jährige Syrer flüchtete schließlich.

Mohammed begleitete die 24-jährige noch bis nach Hause. Vor drei Jahren sei der 23-Jährige mit seiner Frau vor Gewalt und Krieg aus Nordsyrien geflohen, berichtet die"Süddeutsche Zeitung". Den Täter habe das Amtsgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.

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