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08/08/2017 07:01 CEST | Aktualisiert 08/08/2017 11:15 CEST

Martin Schulz erklärt, wie es mit ihm im Fall einer Wahlniederlage weitergeht

Antonio Parrinello / Reuters
Germany's Social Democratic Party candidate for chancellor Martin Schulz covers his face against the sun during a visit at the Catania's harbour in Catania, Italy July 27, 2017. REUTERS/Antonio Parrinello

  • Martin Schulz äußert sich über die Zeit nach der Bundestagswahl

  • Auch bei einer Niederlage will er SPD-Vorsitzender bleiben

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will auch im Fall einer Niederlage bei der Bundestagswahl Parteivorsitzender bleiben. "Ich werde mich auf dem nächsten Parteitag natürlich um eine Wiederwahl bewerben", kündigte er am Montag in Berlin bei einer Leserveranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland an.

"Die SPD kann längere Rhythmen in der Amtszeit ihrer Vorsitzenden ganz gut gebrauchen".

Auch dem nächsten Bundestag will der SPD-Politiker unabhängig vom Wahlergebnis angehören, sofern er gewählt wird: "Es wäre doch unlogisch, dieses Mandat nicht anzunehmen", sagte er.

Interessant daran: Bisher hatte Schulz Fragen nach den Folgen einer Wahlniederlage stets damit gekontert, dass er die Wahl gewinnen wolle und sich über eine Niederlage keine Gedanken mache. Mittlerweile scheinen die miesen Umfragewerte der SPD auch ihm die Siegesgewissheit geraubt zu haben.

Das wiederum könnte die SPD noch mehr Wähler kosten, meint der Chefredakteur des "Handelsblattes" Sven Afhüppe. Er schreibt auf Twitter: "Martin Schulz beschäftigt sich mit möglicher Wahlniederlage. Der neue Realismus ist wenig motivierend für SPD-Wähler."

Mehr zum Thema: Martin Schulz hat eine absurde Erklärung für das Umfragetief der SPD

SPD deutlich hinter der Union

Die SPD liegt in den Umfragen nach einem Höhenflug nach der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten jetzt wieder deutlich hinter der CDU/CSU. Schulz kommt auch nicht an die persönlichen Werte von Kanzlerin Angela Merkel heran.

Könnte der Kanzler direkt gewählt werden, würden sich nach einer neuen Yougov-Umfrage 42 Prozent für Merkel und nur 22 Prozent für Schulz entscheiden. Auch bei der Bewertung der Arbeit kann Schulz gegenüber Merkel nicht aufholen.

61 Prozent der Befragten bescheinigten Merkel, dass sie einen sehr guten oder eher guten Job als Kanzlerin mache. Bei Schulz bewerteten nur 35 Prozent seine Arbeit als Kanzlerkandidat mit sehr gut oder eher gut.

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