LIFESTYLE
08/08/2017 10:09 CEST | Aktualisiert 08/08/2017 10:12 CEST

"Ich dachte, ich brauche keine anderen Mamas als Freundinnen - bis mein Baby kam und alles änderte"

  • Eine Mutter aus Großbritannien spricht darüber, wie wichtig Freundschaften unter Eltern sind

  • Sie schreibt auf Facebook, dass sie eigentlich nie andere Mütter als Freundinnen haben wollte

  • Doch als ihr Baby kam, änderte sie ihre Einstellung, wie sie eindrucksvoll beschreibt

Gylisa Jayne aus Großbritannien ist Mutter. Darüber schreibt sie in den sozialen Medien. Ihre ehrlichen und oft lustigen Posts beschreiben das “echte Leben als Mutter” und was sich alles ändert, wenn man Kinder hat.

Viele Eltern können sich damit identifizieren und teilen ihre Geschichten - wie zum Beispiel auch ihre Liste “Things No One Told Me”, also "Dinge, die mir niemand gesagt hat”.

Das ehrliche, ungeschönte Leben als Mutter

Auch ihr neuer Post auf Facebook wurde vielfach geteilt. Darin schreibt sie, dass sie niemals “Mami-Freunde” - also Freundinnen mit eigenen Kindern - wollte. Aber jetzt, da sie selbst ein Kind hat, hat sie ihre Einstellung geändert.

Jayne schreibt: “Ich wollte nie ‘Mami-Freunde’. Ich wollte nie in lauten Spielparadiesen sitzen oder über verschiedenfarbiges Spielzeug reden. Ich wollte nie etwas über die besten Windel-Marken wissen oder darüber, mit wie vielen Stichen wir nach der Geburt genäht werden mussten.

Ich hatte die vorgefasste Meinung, dass Mama-Gruppen boshafte Cliquen seien, und ich war schon in der Schule in keiner Clique und hatte nun auch nicht vor, jetzt damit anzufangen.

Außerdem brauchte ich die auch nicht, ich hatte ja meinen Seelenverwandten - den Vater meines Kindes. Den Mann, den ich mir für diese Reise ausgesucht hatte. Er würde sich um alles kümmern. Ich brauchte niemand anderen.

Dann bekam ich ein Baby und ich brauchte jemanden.

"Er verstand nicht, warum ich weinte"

Das Netz, das ich haben sollte, gab es ganz einfach nicht. Meine Hebammen waren zu beschäftigt, ich hatte keine von ihnen zweimal gesehen.

Meine Gesundheitsberaterin kam auch nur einmal, sagte mir etwas über Telefonnummern, Triagen und Kinderzentren, von denen ich noch nie etwas gehört hatte, dann ging sie.

Dann war da mein Partner. Mein ausgewählter Begleiter. Die erste Liebe meines Lebens. Der Mann, der wusste, was ich brauche, bevor ich es tat.

Nur: Er verstand mich nicht mehr. Er versuchte, sich in seine Vaterrolle einzufinden.

Er verstand nicht, warum ich weinte, weil ich den Wasserkessel in den Kühlschrank gestellt hatte. Ich wusste nicht, warum ich vergessen hatte, die Pakete zur Post zu bringen. Er wusste nicht, warum ich keine Liebe für ihn übrig hatte.

Den Weg gemeinsam meistern

Ich wollte keine ‘Mami-Freunde’, bis ich bemerkt habe, dass niemand mich verstehen würde, wie sie es tun würden.

Diejenigen, die das schon erlebt hatten. Diejenigen, die sich blind durch das erste Mal tasteten - so wie ich. Diejenigen, die jeden Streit, den man sich nur vorstellen kann, mit ihrem Mann hatten.

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Erste Worte, erstes Durchschlafen - und der erste Kita-Platz: All das ist Thema in unserer Eltern-Gruppe bei Facebook. Meldet euch hier an.

Diejenigen, die dir beweisen, dass du dich auf dem Weg nicht selbst verlieren musst. Dass du auf dem Weg ein neues Ich findest.

Diejenigen, die mich genauso brauchten wie ich sie.

Ich brachte sie zum Lachen und sie brachten mich zum Lachen mit unseren Beobachtungen auf unserer bizarr fabelhaften und grauenhaften Reise.

Es war keine Clique. Es waren einfach Frauen, die Frauen liebten. Ich hatte wieder Liebe für meinen Partner. Er verstand es vielleicht nicht, aber eine Menge Frauen taten es.

Ich wollte keine ‘Mami-Freunde’ … Ich brauchte sie.”

Viele können sich mit ihr identifizieren

Jayne spricht damit wohl vielen Müttern aus der Seele, denn die Reaktionen auf Facebook sind sehr positiv. Ihre Worte bekamen über 17.000 Likes.

Eine Facebook-Userin schreibt: "Wie wahr! Man braucht viele Freunde auf dieser Reise. Eine Person allein kann nicht alle Erwartungen erfüllen (...). Daran ist nichts falsch, ich habe auch viele Freunde aus verschiedenen Kreisen."

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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(lm)

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