FDP-Chef Lindner: Es gibt keinen Kuschelkurs gegenüber Putin

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Der FDP-Chef Christian Lindner steht wegen seiner Äußerungen zu Russland in der Kritik | Florian Gaertner via Getty Images
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  • Christian Lindner legt im Streit um seine Russland-Äußerungen nach
  • Er wehrt sich gegen den Eindruck, dass er einen Kuschelkurs gegenüber Russland fahre
  • Lob für Lindners Äußerungen kommt von Sahra Wagenknecht

FDP-Chef Christian Lindner legt im Streit um seine Äußerungen über die Krim-Annexion durch Russland nach.

Der "Bild"-Zeitung sagte Lindner: "Es gibt keinen Kuschelkurs" gegenüber Putin. "Wir wollen keine Sanktion ohne Gegenleistung lockern."

Lindner hatte am Wochenende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt, Sicherheit und Wohlstand in Europa hingen auch von den Beziehungen zu Moskau ab. "Um ein Tabu auszusprechen: Ich befürchte, dass man die Krim zunächst als dauerhaftes Provisorium ansehen muss." Für die Aussage wurde Lindner heftig kritisiert.

Lindner: "Der Konflikt sollte eingefroren werden"

Jetzt sagte der FDP-Chef der "Bild": Er finde sich nicht damit ab, dass eine Eskalationsspirale und ein Rüstungswettlauf drohten.

"Das Signal an Moskau sollte sein, dass Russland einen Platz im Haus Europa hat, wenn es sich wieder an die Hausordnung hält. Solange das nicht der Fall ist, kann es keine Kooperation geben."

Lindner betonte: "Die Annexion der Krim ist völkerrechtswidrig." Es gebe daher zu Recht Sanktionen.

Weiter sagte er: "Aber da es auf lange Sicht hier keine Lösung geben wird, sollte dieser Konflikt eingefroren werden. So kann man an weniger kritischen Stellen prüfen, ob Russland seine imperiale und aggressive Politik ändern will."

Lob von Wagenknecht

Keine Bedenken also auf Seiten des FDP-Chefs.

Bedenken geben sollte ihm allerdings, von wem er für seinen Vorstoß gelobt wird. Schon am Wochenende wurde Lindner von russischen Zeitung gefeiert. Jetzt stimmt Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht in das Lob ein.

Den Funke-Zeitungen sagte Wagenknecht, auch aus Gründen von Frieden und Sicherheit in Europa sei es dringlich, zu den Traditionen der Entspannungspolitik gegenüber Russland zurückzukehren.

"Wenn die FDP sich auf diese außenpolitischen Traditionen besinnt, ist das begrüßenswert."

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(mf)

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