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07/08/2017 23:45 CEST | Aktualisiert 08/08/2017 07:58 CEST

Medienbericht: Porsche erwägt schnelle Abkehr von Diesel-Motoren

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Medienbericht: Porsche erwägt schnelle Abkehr vom Diesel

  • Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" prüft die Chefetage von Porsche eine schnelle Abkehr von der Diesel-Technologie

  • Auch ein "sanfter Ausstieg" sei im Gespräch

Der Sportwagenhersteller Porsche soll derzeit eine schnelle Abkehr von der Dieseltechnologie prüfen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") am Montag.

Bei Porsche werde demnach diskutiert, ob es für das neue Modell des Geländewagens Cayenne überhaupt eine Diesel-Variante geben soll. Derzeit sei wahrscheinlich, dass der Cayenne ohne Dieselantrieb kommen werde, berichtet die "FAZ".

Die Chefetage rechne verschiedene Szenarien durch. Möglich sei auch ein "sanfter Ausstieg". Dann wäre der neue Cayenne das letzte Modell, das auch mit Diesel-Antrieb auf den Markt käme.

"In Bezug auf den Diesel spielen wir verschiedene Szenarien durch", habe ein Porsche-Sprecher der "FAZ" bestätigt. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

Diesel-Aus könnte große Absatz-Einschnitte bedeuten

Gerade bei Geländewagen wie dem Cayenne ist der Anteil von Dieselantrieben im Verkauf hoch. 82 Prozent der Neuwagen dieses Modells hätten im ersten Halbjahr einen Dieselmotor gehabt, berichtet die "FAZ". In Deutschland erreiche der Diesel einen Anteil von 32 Prozent am Porsche-Absatz.

Die völligen Abkehr vom Diesel könnte also einen großen finanziellen Einschnitt für Porsche bedeuten.

Verfechter des schnellen Ausstieg, berichtet die "FAZ", seien dagegen anderer Meinung: "Wir trauen uns zu, das zu kompensieren". Vor allem das Modell Panamera mache Hoffnung, der 680-PS-Hybrid verkaufe sich "richtig super", heiße es aus Unternehmenskreisen.

Auch Porsche ist mit dem Cayenne in die Abgas-Affäre verwickelt. Im Fahrzeug sei eine illegale Abschalteinrichtung entdeckt worden, teilte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Ende Juli mit. 22.000 Autos sind demnach betroffen.

Mehr zum Thema: "Zum Fremdschämen": Medien fällen vernichtendes Urteil über den Klüngel von Politik und Autoindustrie beim Diesel-Gipfel

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(mf)

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