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07/08/2017 12:01 CEST | Aktualisiert 07/08/2017 12:12 CEST

Als das Mädchen drei Monate alt war, begannen seine Haare wild zu wachsen - der Arzt diagnostizierte ein seltenes Syndrom

  • Manche Menschen haben von Geburt an unkämmbare Haare

  • Sie leiden am "Struwwelpeter-Syndrom" wie die siebenjährige Shilah Yin

  • Ihre Eltern wollen nun auf den Gendefekt aufmerksam machen, den ihr auch oben im Video seht

Viele kennen sicher das Märchen vom Struwwelpeter, der seine Haare nicht kämmen lassen wollte. Mittlerweile wurde sogar eine Krankheit nach ihm benannt: das Struwwelpeter-Syndrom.

Die siebenjährige Shilah Yin aus Australien ist einer von 100 Menschen weltweit, die an dem Syndrom leiden. Durch einen Gendefekt lassen sich ihre Haare einfach nicht kämmen.

Die Haare sind trocken, wuschelig und sehr hell

Ihre Haare sind trocken, wuschelig und stehen wild vom Kopf ab. Außerdem sind sie sehr hell, was ebenfalls typisch für das Syndrom ist.

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Die Symptome des Defekts entwickeln sich meist im Kindesalter von 3 Monaten bis zum 12. Lebensjahr. Sobald die Menschen aber erwachsen sind, normalisiert sich die Haarstruktur.

Die Eltern wollen Aufmerksamkeit schaffen

Shilahs Eltern wollen nun auf Instagram auf den Defekt aufmerksam machen. Auch, weil ihre kleine Tochter sehr verunsichert war, als sie bemerkte, dass sie anders war.

Ständig kommentieren Menschen ihre Haare, wollen die Haare anfassen oder Fotos von der Siebenjährigen machen.

Shilah ist nur dank ihrer Familie selbstbewusst

Erst durch ihre Familie lernte sie, dass es schön ist, anders zu sein. “Shilah liebt ihr einzigartiges Haar, aber nur durch die positive Bestärkung von Familie und Freunden”, sagte ihre Mutter Celeste Calvert-Yin der Show “Today” auf dem amerikanischen Sender “NBC”.

“Als kleines Kind hat sie uns oft gesagt, sie sei wie ein Einhorn: besonders und einzigartig“, sagte ihre Mutter.

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Trotz schwieriger Momente ist Shilah nun ein selbstbewusstes Mädchen geworden. “Sie fühlt sich nicht mehr alleine oder isoliert”, sagte ihre Mutter. Auch weil sie mittlerweile weiß, dass sie nicht alleine mit dem Syndrom ist.

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(ame)

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