AfD-Politikerin Beatrix von Storch will Björn Höcke aus der Partei ausschließen

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VON STORCH
AfD-Politikerin Beatrix von Storch fordert Parteiausschluss von Björn Höcke | dpa
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  • AfD-Politikerin Beatrix von Storch ist für den Rauswurf von Björn Höcke aus der Partei
  • Bereits im Januar hatte sie sich von dem umstrittenen Thüringer Landeschef distanziert

Die Berliner AfD-Spitzenkandidatin Beatrix von Storch will den umstrittenen Thüringer Landeschef Björn Höcke ausschließen. "Dafür habe ich gestimmt, und dafür bin ich, und darüber entscheiden jetzt die Schiedsgerichte - so ist das in demokratisch aufgebauten Parteien", sagte von Storch gegenüber dem Rundfunksender RBB.

Der AfD-Bundesvorstand hatte ein Ausschlussverfahren eingeleitet, nachdem Höcke bei einer Rede in Dresden für Empörung gesorgt hatte. Von Storch distanzierte sich bereits im Januar von Höcke und sprach von einem "schweren Schaden" für die Partei.

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Ihre Bekanntgabe, für einen Rausschmiss von Höcke zu stimmen, kommt daher nicht völlig überraschend. Von Storch zählt allerdings zum rechtskonservativen Flügel der AfD - wie auch Partei-Vize Alexander Gauland. Der wiederum hatte Höcke öffentlich in Schutz genommen.

Marcus Pretzell, Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, lobte die Aussage seiner Parteikollegin. "Bravo", kommentierte er auf Facebook.

Von Storch ist weiterhin für Grenzschließung

Auch die Ausschlüsse der AfD-Abgeordneten Kay Nerstheimer und Andreas Wild aus der Berliner Fraktion befürwortete von Storch gegenüber RBB. Beide Abgeordnete fielen negativ durch ihre Nähe zum Rechtsextremismus auf.

"Man muss immer reagieren, wenn etwas passiert, und ich glaube, bei einer jungen Partei muss man auch sehen, dass es solche Fälle gibt", sagte von Storch. Zugleich verwies sie auf ein "Linksextremismus-Problem" in Deutschland, das nicht angegangen werde.

Ihren bekannten Positionen verteidigte von Storch. Die Situation in Deutschland müsse sich bessern, "indem wir die Grenzen schließen, indem wir die Migration regeln, indem wir die Menschen, die aus sicheren Herkunftsländern kommen, nicht einreisen lassen und indem wir erklären, dass wir mehr Menschen nicht aufnehmen können", sagte sie dem RBB.

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