POLITIK
06/08/2017 14:50 CEST | Aktualisiert 06/08/2017 14:55 CEST

Grünen-Überläuferin Twesten nennt neue Gründe für ihren Seitenwechsel zur CDU

dpa
Grünen-Überläuferin Twesten nennt neue Gründe für ihren Seitenwechsel zur CDU

  • Die niedersächsische Abgeordnete Elke Twesten hat ihren Parteiwechsel von den Grünen zur CDU erklärt

  • Sie warf ihren Ex-Parteifreunden vor, "niederträchtig und zutiefst beleidigend" gehandelt zu haben

  • Mit ihrem Wechsel hatte sie eine Regierungskrise ausgelöst

Die Grünen-Überläuferin Elke Twesten hat neue Gründe für ihren Seitenwechsel zur CDU genannt. Die niedersächsische Abgeordnete warf ihren Ex-Parteifreunden vor, ihre Kritik am Kurs der Partei nicht ernst genommen zu haben.

Mit ihrem Austritt aus der Grünen-Fraktion löste sie eine Regierungskrise aus. Das rot-grüne Bündnis von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verlor damit seine Ein-Stimmen-Mehrheit.

Trotz ihres Gesprächsbedarfs seien ihre Fragen von grünen Ministerien nicht ausreichend beantwortet worden, kritisierte Twesten. Man habe ihr zunehmend das Gefühl gegeben, "ein politischer Störfaktor" zu sein.

"Politischer Störfaktor"

So habe sie etwa angemahnt, dass die Grünen bei Fragen der inneren Sicherheit ihre Haltung angesichts der veränderten Gefährdungslage überdenken müssten.

Auch beim Thema Wolf habe sie sich dafür eingesetzt, dass die Sorgen der Menschen in den betroffenen Regionen nicht überhört werden. "Wer als politische Partei die Ideologie über die tatsächlichen Erfordernisse stellt, entfernt sich von den Menschen und deren Realität", so Twestens Fazit.

Es sei "niederträchtig, zutiefst beleidigend und menschlich unanständig", wenn ihr nun von Parteifreunden unterstellt werde, sie habe sich für ihren Wechsel zur CDU kaufen lassen.

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(ll)

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