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03/08/2017 16:09 CEST | Aktualisiert 03/08/2017 16:11 CEST

Vor zwei Jahren füllte eine Frau ein Glas mit Schweiß - es rettete ihr das Leben

  • Eine demenzkranke Frau ist in Florida vermisst gemeldet worden

  • Doch zum Glück hatte sie vor zwei Jahren ein Glas mit ihrem Schweiß gefüllt

  • Dadurch konnte ein Polizeihund sie schnell erschnüffeln

Ein Glas voller Schweiß hat letzte Woche der Polizei in Florida geholfen, eine vermisste demente Frau zu finden. Das hat die zuständige Polizeistation auf Facebook gepostet.

Eine Polizeihündin hatte mithilfe des Glases die Spur aufgenommen und die seit zwei Stunden vermisste Frau innerhalb von fünf Minuten gefunden. Dies berichtete das Online-Portal “Motherboard”.

Ein Glas mit Schweiß zu füllen, ist gar nicht so unüblich

Die Frau hatte vor zwei Jahren ein Glas mit ihrem Schweiß gefüllt und damit eine individuelle Duftprobe für den Ernstfall hinterlassen. Das ist gar nicht so unüblich - mit einem "Human-Scent-Preservation-Kit", also einem "Geruchs-Konservierungs-Set" kann das heutzutage jeder machen.

Dabei wird eine Schweißprobe mithilfe eines Wattestäbchens aus der Achselhöhle genommen. Dann wird die Probe in einem Gläschen verschlossen und dadurch luftdicht abgeriegelt.

Intensiver Geruch hilft bei der Suche

Gerüche bleiben sehr viel länger und intensiver erhalten, wenn sie wie in dem Glas abgeschlossen gelagert sind. Denn so vermischt sich ihr Duft nicht mit der Umgebungsluft.

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Nur aufgrund des intensiven Geruchs konnte die demenzkranke Frau so schnell gefunden werden. Glücklicherweise, denn wegen ihrer Krankheit hatte sie wohl die Orientierung verloren und hätte sich in eine gefährliche Situation bringen können. Ihr eigener Geruch hat ihr wahrscheinlich das Leben gerettet.

Genauer gesagt ihr Glas mit Schweiß. Was für viele erst einmal gruselig klingt, kann gerade in der Arbeit mit Demenzkranken helfen, wie auch der Fall aus Florida zeigt.

Werkzeug in der Arbeit mit Demenzkranken

Menschen mit dieser Krankheit verlaufen sich oft und finden nicht zurück. Oder sie laufen davon, weil sie den Ort, an dem sie leben, nicht mehr wieder erkennen oder wieder nach Hause wollen, wenn sie in Pflegeeinrichtungen leben.

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Zwar sind Spürhunde darauf spezialisiert, jemanden oder etwas anhand ihres Geruches zu finden, aber mit Hilfe der intensiven konservierten Duftprobe können Vermisste noch schneller gefunden werden. Für Demenzkranke ist ein Glas mit dem eigenen Schweiß also äußerst sinnvoll.

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(ame)

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