Medienbericht: Trump brüskiert Militär-Berater - die verlassen fassungslos den Raum

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  • Laut einem Medienbericht hat US-Präsident Trump die Afghanistan-Strategie seiner Militärberater heftig kritisiert
  • Trump zufolge seien die USA dabei, den Krieg zu verlieren

Präsident Donald Trump soll unzufrieden und frustriert sein - mit der Strategie der US-Armee in Afghanistan. Das berichtet der US-Sender NBC News.

In einem Treffen im Weißen Haus am 19. Juli habe Trump seiner Wut Luft gemacht. Wiederholt habe er den Abzug von General John Nicholson, Kommandant der US-Streitkräfte in Afghanistan, gefordert. Getroffen hat Trump den General zuvor nie. Das Pentagon will die Einsatzdauer von Nicholson verlängern.

Davon ließ sich Trump offenbar nicht beirren. "Wir sind nicht dabei, zu gewinnen", soll er laut NBC gesagt haben, "wir verlieren." Auch seine militärischen Berater, die mit ihm Raum saßen, habe Trump wiederholt kritisiert.

"Es gibt keinen Grund, Nicholson zu feuern"

Seit Monaten versuchten die Berater, eine Strategie für Afghanistan auf die Beine zu stellen, die Trump befürwortet. Mit den vorgestellten Optionen soll der Präsident bei diesem Treffen aber nicht zufrieden gewesen sein.

Der republikanische Senator Lindsey Graham verteidigte General Nicholson gegenüber NBC. "Ich kann mir keinen guten Grund vorstellen, den General zu feuern. Er hat einen bewundernswerten Job gemacht", sagte Graham.

"Wenn Trump nicht auf seine Generäle hört, wie etwa auf General Nicholson, wird er dem Vorbild Präsident Obamas folgen - und Afghanistan wird kollabieren".

Danach kam es zum "Schrei-Duell"

Das Treffen soll für eine Menge Unmut unter den Beratern Trumps gesorgt haben. Einige hätten das Treffen "fassungslos" verlassen, berichtet die Presseagentur Reuters.

Im Anschluss sei es dann noch zu einem "Schrei-Duell" zwischen Trumps Chefstrategen Steve Bannon und dem Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster über den Kurs der US-Politik gekommen.

Mattis plane eine Aufstockung der Truppen in Afghanistan, berichtet Reuters unter Berufung auf Insider. Trump hat sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch über andauernde Militäreinsätze geäußert.

Auch international vertritt er vehement eine "America first"-Strategie - eine Linie, die auch maßgeblich von Chefberater Bannon mitgeprägt wird.

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(lp)

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