Fünf Monate lag eine 86-Jährige verletzt in ihrem Haus - ihre Tochter hat ihr beim Sterben zugeschaut

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Fünf Monate lag eine 86-Jährige verletzt in ihrem Haus - ihre Tochter hat ihr beim Sterben zugeschaut | iStock
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  • Liselotte B. starb mit 84 Jahren in ihrem Haus in Oranienburg
  • Fünf Monate vegetierte die alte Dame auf ihrer eigenen Couch dahin
  • Ihre Tochter und ihr Neffe sahen tatenlos zu - und bedienten sich an ihrer Rente

Liselotte B. ist einen qualvollen Tod gestorben. Und einen sehr langsamen. Die 84-Jährige lag über fünf Monate verletzt auf ihrer eigenen Couch - neben ihrem Krebsleiden hat sie auch noch einen gebrochenen Oberschenkel gehabt.

Dabei war sie nicht einmal alleine in ihrem Haus in Oranienburg: Ihre Tochter (47) und ihr Neffe (62) waren ebenfalls vor Ort. Sie lebten in dem Haus. Und haben das qualvolle Leiden der alten Dame jeden Tag miterlebt. Gehandelt haben sie aber nicht. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Die beiden haben sogar noch bis zu ihrem Tod von der Rente der schwerkranken Frau gelebt.

Der Nachbar fand die leidende Dame

Erst der Nachbar von Liselotte B. bemerkte, dass etwas nicht stimmt. "Eines nachts klopfte ihr Neffe bei uns", sagt Sebastian W. Er erzählte, dass es seiner Tante nicht gut gehe.

Und weiter: "Wir fanden sie röchelnd, ohne Bewusstsein, mit blauen Armen und Beinen und wundgelegenem Rücken auf dem Sofa."

Die Tochter und der Neffe hätten sich für die unterlassene Hilfeleistung vor dem Oranienburger Amtsgericht verantworten müssen, schreibt die "Bild". Beide sind nicht erschienen. Dennoch verurteilte das Gericht die Tochter der Toten zu 1500 Euro Geldstrafe, den Neffen zu 1350 Euro.

Sollten sie die Summe nicht zahlen, droht ihnen eine Haftstrafe.

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(jg)

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