Test über fünf Jahre: In Dubai soll es bald fliegende Mini-Taxen geben

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Test über fünf Jahre: In Dubai soll es bald fliegende Mini-Taxen geben | dpa
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  • Dubai will fünf Jahre lang Flugtaxis testen
  • Noch sind nicht alle Voraussetzungen für den weltweit ersten Pilotversuch erfüllt
  • Die Technik dafür kommt aus Deutschland

In Dubai solle es künftig Flugtaxis geben. Demnächst startet ein fünfjähriger Test.

Das Fluggerät kommt aus Deutschland - ein großer Erfolg für das junge Start-up-Unternehmen Volocopter aus Bruchsal bei Karlsruhe. Er soll senkrecht abheben und landen wie ein Hubschrauber. Ursprünglich hatte Dubai die in China entwickelte einsitzige Drohne des Anbieters Ehang im Visier.

Flugtaxi für zwei Personen

Das in Dubai eingesetzte Modell verfügt über 18 kleine, kreisförmig angeordnete Rotoren und ist für zwei Passagiere gedacht. Anders als zunächst geplant wird es einen Piloten an Bord haben.

Die in Dubai geplante Testphase wird von der staatlichen Behörde RTA, zuständig für die Mobilität des Emirats, sowie der Luftfahrtbehörde DCAA betreut. In Dubai sollen auch spezielle Start- und Landeplätze gebaut werden. Das Emirat mit seinen rund zwei Millionen Menschen will bis 2030 ein Viertel seines Verkehrs auf autonomen Transport umstellen.

Rechtliche und psychologische Hürden

"Der offizielle Betrieb hängt von der Bereitschaft der Unternehmen und der Verfügbarkeit des nötigen gesetzlichen Regelwerks für den Betrieb autonom fliegender Luftfahrtgeräte ab", betonte Dubais zuständiger Behördenchef Mattar al-Tayer in einer Erklärung.

Denn obwohl global ein Wettlauf um entsprechende Transport-Konzepte eingesetzt hat, gibt es bisher nirgendwo auf der Welt Erfahrungen beim flächendeckenden Betrieb von Flugtaxis im bodennahen Luftraum.

Zudem gilt es noch eine Menge psychologischer Hürden zu knacken - selbst bei Piloten. "In so ein autonom fliegendes Taxi würde ich nie einsteigen", sagt Flugkapitän Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit. Ihm graut bei der Vorstellung eines Funkabrisses, der den Passagier einem dann steuerlosen Fluggerät hilflos ausliefern könnte.

Ein Dutzend unternehmen tüftelt an der Technik

Dabei gilt das Marktpotenzial als enorm: Ein Dutzend Unternehmen tüftelt weltweit an entsprechenden Techniken - darunter bald auch Geely, Volvos chinesische Muttergesellschaft. Sie übernimmt den US-Flugauto-Hersteller Terrafugia, der bereits vor einigen Jahren sein erstes Flugauto vorstellte.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber bekundete ebenfalls Interesse an den Taxis der Zukunft. "In den letzten zwölf Monaten ist das Thema 'Flugauto' endlich salonfähig geworden", sagt der aus Australien stammende Konstrukteur John Brown, der in Braunschweig vor der Zulassung des Carplane-Flugautos steht.

Auch Flugzeughersteller Airbus fehlt nicht im Reigen der Tüftler: Der Konzern entwickelt ein fahrerloses fliegendes Taxi, bei dem es sich um eine kleine Kabine auf Kufen mit Propellern vorne und hinten handelt. Das automatisiert fliegende Flugtaxi kommt ohne Piloten aus und soll per Smartphone zum Landeplatz geordert werden. Der erste Prototyp soll noch in diesem Jahr fliegen, so die bisherigen Pläne.

Die meisten Konzepte verfügen statt eines großen Propellers über viele kleine, die jeweils von einem Elektromotor angetrieben werden. Als Schwachstelle gelten die Batterien - sie reichen oft kaum für mehr Flugzeit als maximal 30 Minuten.

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(ll)

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