"Hör auf, zu simulieren": Kurz nachdem ein Notarzt das zu ihr gesagt hat, ist die junge Frau tot

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Beatrice Lovane ist nur 22 Jahre alt geworden
  • Die junge Frau hatte solche schlimmen Schmerzen, dass sie den Notarzt rufen musste
  • Die Sanitäter haben ihr dann aber unterstellt, sie würde simulieren

Beatrice Lovane hat fürchterliche Bauchschmerzen. Also greift die 22-jährige Britin zu Tabletten, die den Schmerz lindern sollen. Ein fataler Fehler.

Die Schmerzen wurden immer schlimmer.

Es blieb nur noch der Notruf. Hilfe konnte sie vom Rettungsdienst allerdings nicht erwarten. Ganz im Gegenteil! Der Notarzt soll zu der jungen Mutter unterstellt haben, zu simulieren. Das berichtet Lovanes Mutter, Maria Lovane, dem britischen "Telegraph".

Kurze Zeit später war die junge Patientin tot.

Maria Lovane beschreibt die absurde Szene wie folgt:

"Der Sanitäter sagte ihr, dass ihre Atmung zu schnell gehen würde. Sie haben mich darum gebeten, sie zu beruhigen, aber ich war nicht imstande dazu. Einer der Retter hat dann versucht, ihren Blutdruck zu messen. Ich habe gesehen, wie ihre Augen zurückrollten."

"Benimm dich", sagte ein Sanitäter zu ihr

Was dann geschah, macht fassungslos.

"Als ihre Augen rollten, sagte einer der Sanitäter zu Beatrice: 'Hör auf, witzig zu sein und benimm dich.' Sie erzählten mir, dass sie nur simulieren würde und lediglich Aufmerksamkeit wolle."

Dann hat Maria Lovane die Sanitäter darum gebeten, ihre Tochter in ein Krankenhaus zu bringen. Das haben sie auch getan - allerdings hatten sie der jungen Frau - auch nach Nachfrage der Mutter - keinen Rollstuhl gegeben. Sie sollen gesagt haben "mit ihren Füßen ist doch alles in Ordnung."

Dann kollabierte die 22-Jährige.

Lovane starb an Organversagen

Zwei Stunden später ist Beatrice Lovane im Krankenhaus verstorben. Die Tabletten, die sie zur Linderung ihrer Schmerzen genommen hat, waren ihr Todesurteil: Bei der Obduktion stellte sich heraus, dass Lovane an einer Fettleber litt, die nie diagnostiziert wurde. In Kombination mit den Tabletten führte sie zu einem Organversagen.

Anthony Morris, einer der Sanitäter vor Ort, hat sich ebenfalls im "Telegraph" zu Wort gemeldet:

"Ich war geschockt darüber, was da passiert ist. Ich hätte das alles ganz anders gemacht und es tut mir so leid. Ich habe zu dem Zeitpunkt gedacht, dass ihr Verhalten nicht so schlimm sei. Vielleicht auch, weil sie einmal plötzlich aufgesprungen und ohne Erklärung ins Bad gerannt ist."

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(jg)

Korrektur anregen