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02/08/2017 11:03 CEST | Aktualisiert 03/08/2017 18:07 CEST

Medien: Donald Trump verrät auf dem Golfplatz, warum er es nicht lange im Weißen Haus aushält

Getty
Donald Trump soll auf dem Golfplatz verraten haben, warum er es nie lange im Weißen Haus aushält

  • US-Präsident Trump soll verraten haben, warum er so häufig am Wochenende in seine Hotels reist

  • Das Weiße Haus sei eine "echte Bruchbude"

  • Noch vor Kurzem hatte er die Schönheit des Gebäudes überschwänglich gepriesen

Das Weiße Haus mit seinen 55.000 Quadratmetern ist US-Präsident Donald Trump offenbar nicht genug. "Dieses Weiße Haus ist eine echte Bruchbude", soll der 71-Jährige Mitgliedern des Trump National Golf Clubs in New Jersey kürzlich gesagt haben.

So jedenfalls zitiert das "Golf Magazine" am Dienstag den US-Präsidenten. Die Bemerkung sei gefallen, als Trump erklärt habe, warum er so oft Golf spiele.

Es ist kein Geheimnis, dass Trump gerne Zeit außerhalb des Weißen Hauses in seinen eigenen Hotels und Resorts verbringt.

Auf dem Golfplatz in New Jersey spielte Trump bereits vier Mal seit seiner Vereidigung im Januar. Laut der Webseite "Is Trump at Mar-a-Lago" kosteten seine Ausflüge die amerikanischen Steuerzahler bisher 29 Millionen Dollar.

Obama sprach noch anders über das Weiße Haus

Trumps Vorgänger im Oval Office, Barack Obama, sagte über das Weiße Haus, das Gebäude könne sein Alter nicht verbergen. Das Weiße Haus war 1800 fertiggestellt worden. 1817 erfolgte nochmals ein Umbau.

Aber das Alter des Gebäudes mache gerade seinen Charme aus, schrieb Obama in seinem Buch "Hoffnung wagen" 2006:

"Das Innere des Weißen Hauses ist nicht strahlend, wie man es durch Filme vielleicht erwartet. Es scheint gut in Schuss zu sein, aber ist auch verschlissen. Man muss es sich als großes altes Haus vorstellen, das im Winter etwas zugig ist. Aber, während ich in der Eingangshalle stand und meine Augen über die Korridore wandern ließ, war es unmöglich zu vergessen, dass hier Geschichte geschrieben wurde: John und Bob Kennedy, die wegen der Kuba-Krise die Köpfe zusammenstecken; Franklin D. Roosevelt, der letzte Änderungen an seiner Rede nach Pearl Harbor vornimmt; Abraham Lincoln, der alleine durch die Gänge läuft, das Gewicht der Nation auf seinen Schultern."

Was denkt Trump wirklich?

Noch im Mai pries Trump gegenüber dem "Time"-Magazin das Weiße Haus an. Es habe eine "schöne Küche", ein "wunderbares" Telefon-System und eine "unglaubliche" historische Einrichtung.

Mehr zum Thema: "Time" enthüllt Trumps Privilegien im Weißen Haus - er lebt den Traum eines 8-Jährigen

"Man muss der richtige Typ dafür sein", sagte Trump weiter. "Die Menschen haben keine Ahnung von der Schönheit des Weißen Hauses, der richtigen Schönheit des Weißen Hauses."

Was denkt Trump also wirklich über seine von Steuerzahlern finanzierte Unterkunft? "Trump ist oft am unbedachtesten, wenn er unter Menschen ist, die für seine Nähe Geld zahlen", heißt es im Artikel des "Golf Magazines" über den US-Präsidenten.

Mehr zum Thema: Trump zieht ins Weiße Haus ein - und lässt als erstes goldene Vorhänge anbringen

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Leonhard Landes übersetzt.

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(sk)

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