Vorwurf des sexuellen Übergriffs: Ermittlungen gegen Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann eingestellt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
KAI DIEKMANN
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Diekmann ein | Getty
Drucken
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht länger gegen Kai Diekmann
  • Es gebe keinen Beleg für den Vorwurf, der "Bild"-Chef habe eine Frau belästigt

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen gegen den früheren Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Kai Diekmann eingestellt. Das meldete die Behörde am Mittwochmittag.

Medienberichten zufolge hatte eine Mitarbeiterin des Springer-Verlages Diekmann einen sexuellen Übergriff bei einem Mitarbeiterfest im Sommer vergangenen Jahres vorgeworfen. Diekmann hatte das immer als falsch zurückgewiesen.

Die Ermittler haben die Frau und Diekmann befragt, ihre Aussagen widersprachen sich. Beweise für die eine oder andere Version gebe es nicht. "Angesichts dieser Beweissituation ist ein hinreichender Tatverdacht nicht zu begründen", schreibt die Staatsanwaltschaft.

Klägerin und Diekmann schweigen

Zuerst hatten "Stern" und "Focus Online" unter Berufung auf Justizkreise über die Einstellung des Verfahrens berichtet.

Weder die Klägerin noch Diekmanns Anwalt hätten sich auf Anfrage dazu äußern wollen, schreiben die Nachrichtenportale.

Verlag hatte die Behörden um Klärung gebeten

Mit den Vorwürfen hatten sich auch Juristen im Auftrag des Springer-Verlages beschäftigt. Sie hatten laut der Unternehmenskommunikation "kein strafbares Verhalten" festgestellt, teilte der Verlag der "Stuttgarter Zeitung" im Januar mit. Doch das Unternehmen wolle den Vorwurf rechtlich verbindlich klären lassen.

Diekmann habe damals zugestimmt, dass das Ergebnis der internen Untersuchung an die Staatsanwaltschaft gegeben werde.

UPDATE 13.55 Uhr: Der Text wurde um die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft ergänzt.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ben)

Korrektur anregen