Fünf Millionen Dieselautos sollen mit neuer Software sauberer werden

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DIESEL
Diesel-Gipfel in Berlin | Steffi Loos via Getty Images
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Mehr als fünf Millionen Dieselautos in Deutschland sollen mit einer neuen Software weniger Schadstoffe ausstoßen. Darin enthalten sind 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, für die schon Abgas-Nachbesserungen angeordnet wurden.

Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) als ein Ergebnis des Dieselgipfels mit Bund und Ländern am Mittwoch in Berlin mit. Es handele sich um Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 5 und teilweise Euro 6.

Fahrzeuge sollen 30 Prozent umweltfreundlicher werden

Ziel sei eine durchschnittliche Stickoxid-Reduzierung von 25 bis 30 Prozent der nachgerüsteten Fahrzeuge. Studien zeigten, dass damit die Schadstoffbelastung mindestens genauso stark reduziert werden könne wie durch Fahrverbote, hieß es beim VDA.

Abgeboten werden die Nachrüstrungen von BMW, Daimler, Opel und Volkswagen. Für die Halter würden keine Kosten entstehen. Die Aktion soll auch keinen Einfluss auf Motorleistung, Verbrauch oder Lebensdauer haben.

Schmutzig bleibt schmutzig - auch mit neuer Software

Mit Blick auf die vorgeschlagenen Updates von Motorsoftware, die den Ausstoß von Schadstoffen drücken sollen, meint der Chef der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch: "Software-Upates sind keine Lösung."

Bei einigen Modellen habe man in Tests sogar höhere Werte an Stickoxiden (NOx) festgestellt, nachdem ein neues Programm installiert wurde.

"Es ist ein erneuter Versuch, Autofahrer und Bürger hinters Licht zu führen", sagte der DUH-Chef. Man müsse auch Umbauten an der Motor- und Abgas-Hardware in Angriff nehmen.

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