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01/08/2017 08:35 CEST

Toyota Prius Hybrid: Meister der Effizienz

Toyota
Vorreiter des Hybrid-Antriebs: der Toyota Prius

Der Toyota Prius ist, wie der dem Lateinischen entlehnte Name sagt, das erste Auto mit dem Antrieb aus zwei Welten: das Antriebssystem mit Elektromotor und Verbrenner als effiziente Variante der Mobilität. 1997 selbst von Fachzeitschriften kritisiert, die vor allem die Sinnhaftigkeit zweier Antriebe in einem Fahrzeug in Frage stellten, stiegen die Verkaufszahlen kontinuierlich an. Vor allem in Kalifornien boomte der Absatz, weil die Behörden Hybridfahrzeugen eine extra Fahrspur am Stau vorbei offerierten. Weltweit hat Toyota über alle Hybrid-Modellreihen weit über zehn Millionen Hybridfahrzeuge verkauft. Die Antriebsvariante ist mittlerweile bei fast allen Autoherstellern zu finden.

Der Prius Plug-in-Hybrid erzwingt optisch nicht unbedingt die Liebe auf den ersten Blick. Seine visuelle Eigenständigkeit hat aber durchaus futuristische Subtanz. Sein polarisierendes Design ist zweifellos ein Hingucker, weil es auffällt. Seine Front mit den wohl schmalsten Scheinwerfern des Segments und den seitlichen Lufteinlässen sieht scharf und schnell aus. Das Heck mit einem wellig geformten Spoiler und auffälligen Rückleuchten erinnert an Fahrzeuge aus den Universal-Studios. "Back to the Future" lässt grüßen. Allerdings mit einem wahnwitzig günstigen Luftwiderstandsbeiwert von 0,25!

Sie sind Auto-Fan? In diesem Buch erfahren Sie alles über "Die Sportwagen von Toyota: Vom Sports 800 bis zum GT 86"

Raumschiff-Atmosphäre im Cockpit

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Vollends Sci-Fi empfängt uns im Innenraum. Hier reichen sich technologische Features und ihre ungewöhnliche Präsentation die Hand. Dass sämtliche Anzeigen im Cockpit in der Mitte platziert sind, bedarf der Gewöhnung. Hilfreich deshalb das sehr gut gelayoutete Head-up-Display für wichtige Informationen wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise und so weiter. Das acht Zoll große Display in der Mitte beherbergt nicht nur ein sehr gut bedienbares Navigationssystem, sondern hier lässt sich auch das Infotainment steuern. Insgesamt ist das Mäusekino mit den Anzeigen zur elektronischen Standortbestimmung, Reichweite und Verbrauch etwas verwirrend. Die Show ist dafür interessant inszeniert und suggeriert Raumschiff-Atmosphäre.

Der winzige Joystick soll den Schaltknüppel ersetzen? Aber ja, der Fahrer muss ja nur den Stick kurz Richtung D bewegen und den Startknopf drücken. Allerdings ist dann kein Motor zu hören, denn der Prius fährt immer mit dem Elektromotor an. Erst wenn der Fahrer das Gaspedal kräftig durchdrückt, springt der Vierzylinder zur Unterstützung an. 92 PS leistet der Elektromotor, 122 PS werden dem gesamten System bescheinigt. Allein mit dem Elektromotor beschleunigt der Prius bis auf 135 km/h. Der Vorgänger schaffte elektrisch nur auf 85 km/h.

Ein Verbrauch von drei Litern ist erreichbar

Der Prius Plug-in ist kein Sportwagen, das wird schon auf den ersten Metern klar, obwohl der Elektromotor systemmäßig sofort volles Drehmoment liefert und dabei extrem leise bleibt. In Sachen Fahrleistungen wird deutlich, dass der Prius überwiegend für tempolimitierte Märkte konstruiert wurde. Trotzdem reichen 169 km/h Höchstgeschwindigkeit aus, um im Strom deutscher Autobahnen mitzuschwimmen. Dann die Überraschung: Man kann den Prius treten, wie man will: Der Verbrauch bleibt auf unserer zügigen Testfahrt immer unter dem 5-Liter-Niveau. Wir haben aber auch drei Liter auf 100 Kilometer geschafft, ohne langsam zu sein.

Wenn wir vom Gas gehen, bremst die Rekuperation das Fahrzeug spürbar ab und lädt dabei die Lithium-Ionen-Batterie auf. Da stellt sich gleich die Frage: Wozu überhaupt ein zusätzliches Ladekabel, wenn der Wagen doch bei jedem Gas Wegnehmen die Batterie wieder auflädt? Weil die Toyota-Ingenieure Wert auf eine größere elektrische Reichweite gelegt und die Batterieleistung verdoppelt haben. Allein mit Rekuperation wäre die Batterie nicht voll zu bekommen. Das Laden per Kabel setzt allerdings eine Ladestation voraus, von der es noch zu wenige gibt. An einer 220-Volt-Steckdose soll sich die Batterie in drei Stunden aufladen lassen.

Ein Taxifahrer mit 830.000 Kilometern

Das Fahren im Plug-in-Prius ist sehr angenehm, leise und komfortabel. Gewöhnungsbedürftig wie eh und je: das stufenlose Getriebe, das allerdings im Vergleich zu vorherigen Generationen wesentlich leiser geworden ist. Trotzdem klingt das stufenlose "Schalten" für unsere auf Getriebe abgestuften Ohren anfangs immer noch seltsam; nach einer Gewöhnungsphase ist die ruckfreie Beschleunigung aber eher angenehm.

Und wie zuverlässig ist die ganze Technologie? Toyota berichtet von einem Kölner Taxifahrer, der bis heute 830.000 Kilometer in einem Prius der ersten Generation ohne Panne zurückgelegt hat. Auf die Hybrid-Bauteile gibt Toyota selbstbewusste fünf Jahre oder 100.000 Kilometer Garantie.

Technische Daten Toyota Prius Plug-in Hybrid: Viertürige Limousine +++ Länge: 4,64 Meter +++ Breite: 1,76 Meter +++ Höhe: 1,47 Meter +++ Radstand: 2,70 Meter +++ Leergewicht: 1.605 Kilogramm +++ Kofferraumvolumen: 354 Liter +++ Tankinhalt: 64 Liter (optional 90 Liter) +++ Motor: Hybrid-Antrieb mit 1,8-Liter-Benziner-Vierzylinder +++ Hubraum: 1798 ccm +++ Systemleistung: 122 PS +++ maximales Drehmoment: 142 Newtonmeter bei 3.600 U/min +++ stufenloses Getriebe +++ 0 auf 100 km/h: 11,1 Sekunden +++ Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h +++ Norm-Verbrauch kombiniert: 1,0 Liter/100 km plus 7,2 kWh 100/km, bei leerer Batterie 3,4 Liter/100 km +++ CO2-Emission kombiniert: 22 g/km, ohne Batterie 79 g/km +++ Effizienzklasse A+, Euro 6 +++ Preis ab: 37.550 Euro.

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