Frust über kriminelle Flüchtlinge: ZDF-Moderatorin Dunja Hayali schlägt ungewohnte Töne an

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  • Oft meldet sich die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali bei Facebook zu gesellschaftlichen Themen zu Wort
  • Jetzt hat Hayali in einem Post ihrem Frust über kriminelle Geflüchtete Luft gemacht
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Dunja Hayali ist eine Stimme der Vernunft und Toleranz in Deutschland. Oft meldet sich die Moderatorin zu Wort, wenn es in der Republik um heikle Themen geht: um Hass im Netz, um den Umgang mit der AfD, um die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg.

Und um Flüchtlinge. Für diese und deren Schicksal fordert Hayali oft Akzeptanz und Verständnis ein. Nun aber hat die ZDF-Mitarbeiterin einen nachdenklichen Post bei Facebook verfasst. In diesem macht sie ihrem Frust über Kriminelle unter den Zuwanderern nach Deutschland Luft.

"Mein Geduldsfaden ist etwas dünner geworden"

Hayali geht in ihrem Post auf den Messer-Anschlag in Hamburg ein, und auf die Mordtat in Konstanz. "Das Zufällige ist das Erschreckende, das Beiläufige", schreibt sie. "Man wird erschossen, während man fröhlich feiert. Man wird beim Einkaufen erstochen. Einfach so. Es muss für die betroffenen Familien unerträglich sein zu wissen, dass es für den Täter völlig egal war, wer stirbt."

"Zwischen Irrsinn und Vernunft" fühlt sich Hayali. Und gibt zu: Sie ist frustriert:

Mein Geduldsfaden ist etwas dünner geworden. Da ist dieses Frustgefühl wegen der Asylbewerber, die zu uns gekommen sind, die hier jetzt in Sicherheit leben und vom Staat, von uns allen, unterstützt werden und die dann Straftaten begehen, sich respektlos verhalten, Frauen unterdrücken, Betreuer angreifen und sich Hilfsangeboten verweigern. Das geht nicht

.

Hayali klagt Behörden an - und fordert Differenzierung

Doch noch etwas geht für Hayali nicht: Das die deutschen Behörden die Lage nicht im Griff haben, keine Sicherheit garantieren können.

"Da ist aber auch dieses Unverständnis, dass die Behörden offenbar wenig Plan haben, was mit denen geschehen soll, die sich hier nicht mehr aufhalten dürften, die auch noch als gefährlich eingestuft sind", schreibt sie. Zwei Jahre nach dem "Wir schaffen das" sei das Unsicherheitsgefühl eher größer als kleiner geworden.

Sie fordert deshalb aber auch: "Bei allem Frust, bei aller Wut, Differenzierung tut weiterhin Not!" Es würden in Deutschland keine Religionskriege geführt. So anstrengend das auch sei: Jeder Fall müsse einzeln betrachtet werden, "dafür leben wir in einem Rechtsstaat".

"Immer noch sind die Vernünftigen, die Klugen und Besonnenen hierzulande deutlich in der Mehrzahl", ist Hayali überzeugt. Und hofft, dass diese Vernunft am Ende auch siegen wird.

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(ll)

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