Dianas Vertraute wollen Doku verhindern, denn der Film sei "abscheulich"

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DIANA
Am 31. August 1997 ist Lady Diana gestorben - nun gedenken ihr TV-Sender. Nicht immer zur Freude der Verwandten und Freunde | Globe-Photos/Imagecollect
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  • Eine TV-Doku über Lady Diana darf nicht gezeigt werden, sagen Vertraute der Prinzessin
  • Das Verwenden von privaten Tapes sei nämlich eine "abscheuliche Tat"
  • Es gibt einen Grund, warum ihre Söhne Harry und William den Sender vielleicht unbewusst dazu angestachelt haben könnten

Vor fast genau 20 Jahren ist Lady Di gestorben - und Medien erinnern daher vermehrt an das Leben der britischen Prinzessin. So plant auch "Channel 4" eine Dokumentation über Diana zu zeigen. Doch genau das wollen Vertraute der Prinzessin am liebsten verhindern.

Nach Dianas Bruder hat jetzt auch Rosa Monckton (63) laut "Guardian" die Sender-Verantwortlichen gebeten, die für Sonntag geplante Ausstrahlung der Sendung zu unterlassen.

In der Dokumentation soll privates Videomaterial gezeigt werden, in dem Diana auch über ihr Sexleben mit Prinz Charles spricht.

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Monckton gehörte bis zu Dianas Tod zu ihren engsten Vertrauten. Ihrer Meinung nach seien die Videos von Diana, die diese im Rahmen eines Rede-Coachings aufgenommen hatte, mit einer Therapie gleichzusetzen und diese nun zu benutzen, sei ein Eingriff in Dianas Privatsphäre und eine "abscheuliche Tat".

Die Doku mit den Tapes soll am 6. August im britischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Moncktons Intervention gegen dieses Programm ist aber nicht die erste.

Auch Dianas Bruder, Earl Spencer (53), hat offenbar schon gefordert, dass die Sendung aus dem Programm genommen werde, wie die "Daily Mail" berichtete.

Spencer soll sich sicher sein, dass die Doku Dianas Söhne, Prinz William (35) und Prinz Harry (32), verletzen werde. Der Sender bestätigte, dass es Gespräche mit Spencer gegeben habe, verteidigte die Ausstrahlung aber: Die Aufnahmen seien, obwohl privat angefertigt, "eine wichtige historische Quelle". Von William und Harry gab es unterdessen kein Statement zur Sache.

Das ist auf den Tapes

Für Diana-Freundin Monckton steht allerdings fest: Die Tapes "gehören nicht in die Öffentlichkeit. Es ist ein Verrat an ihrer Privatsphäre und der ihrer Familie". Ihrer Meinung nach sollten die Aufzeichnungen William und Harry übergeben werden und nicht im Fernsehen laufen.

Das Material für den Film "Diana: In Her Own Words" stammt vor allem aus Aufzeichnungen, die die Prinzessin 1993 gemacht hat. Mit ihrem Coach für öffentliche Reden, Peter Settelen, spricht sie darauf über ihr Leben - angeblich um ihre Auftritte zu verbessern, bei denen sie über Themen wie Landminen, HIV und Aids sprach.

Auf den Tapes, die unter großem Protest 2004 schon im US-TV zu sehen waren, soll zu hören sein, wie sie unter anderem erklärt, dass Sex mit Charles "einmal alle drei Wochen" stattfand.

Zudem bekannte sie, dass sie sich im Alter von 24 Jahren und bereits verheiratet in ein nicht namentlich genanntes Mitglied ihres royalen Umfelds verliebt habe. Dabei soll es sich laut Medienberichten um den Polizisten und Personenschützer Barry Mannakee gehandelt haben, der später bei einem Motorradunfall starb.

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Charles Verhalten sei "nicht normal"

Über Charles soll Diana zudem gesagt haben, dass er sie 1979, zwei Jahre vor ihrer Hochzeit, nicht mehr in Ruhe gelassen habe, er sei wie ein "schlimmer Hautausschlag" gewesen. Er sei ihr nachgelaufen, habe angefangen sie zu küssen "und alles und ich dachte 'Waaah! Das ist nicht das, was Leute normalerweise tun.'"

Als es um Camilla (70), Charles' damalige Geliebte und heutige Ehefrau ging, soll der Thronfolger laut Diana gesagt haben: "Ich weigere mich, der einzige Prinz von Wales zu sein, der keine Geliebte hat."

Als sie die Queen um Hilfe bat, was ihre lieblose Ehe anging, hätte diese nur geantwortet: "Ich weiß nicht, was du tun sollst."

Fehler von William und Harry?

Ob die drohende Ausstrahlung von Dianas "Beichte" auch dazu geführt hat, dass William und Harry sehr persönlich über ihre verstorbene Mutter gesprochen haben? Zum 20. Jahrestag des Autounfalls, bei dem Diana am 31. August 1997 starb, arbeiteten die beiden an Dokus von BBC und ITV mit und sprachen sehr offen über ihren großen Verlust.

Ein Insider bezeichnete das gegenüber dem "Guardian" als möglichen Fehler: Dass die Prinzen mit zwei Sendern zusammenarbeiteten, habe nun zur Folge, dass die anderen Sender alles andere Material nähmen, was zu haben sei.

William und Harry müssten damit nun leben: "Ich denke nicht, dass man sich an Diana nun als die Heilige erinnern wird, wie sie dargestellt wurde." William und Harry seien da falsch beraten gewesen, so die Quelle.

Diana und Charles waren von 1981 bis 1996 verheiratet, 1992 trennten sie sich.

(cho)

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