LIFESTYLE
31/07/2017 11:23 CEST | Aktualisiert 31/07/2017 12:36 CEST

Junge Frau erzählt ihre berührende Geschichte: "Ich war 10 Minuten lang Mutter - dann starb mein Baby"

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Ich habe mein Baby auf die Welt gebracht - nur 10 Minuten später ist es tot

  • Früh- oder Fehlgeburten sind immer eine schmerzhafte Erfahrung

  • Eine Mutter erzählt, wie es sich anfühlt, sein Baby zu verlieren

Die Amerikanerin Ariel Levy hat etwas Schreckliches durchgemacht. Etwas, wovor vermutlich jede werdende Mutter Angst hat: Sie hat ihr Baby verloren. Nachdem es gerade einmal zehn Minuten auf der Welt war.

Levy war gerade im fünften Monat schwanger, als sie in die Mongolei reiste. Sie hatte das Einverständnis ihres Arztes, laut ihm stellte die Reise weder für die Mutter noch für das Ungeborene eine Gefahr da.

Doch bereits am zweiten Abend passierte es: Die Wehen setzten ein. Vier Monate zu früh.

Levy: "Zehn Minuten lang war ich jemandes Mutter"

Alleine in dem kalten, sterilen Badezimmer des Hotels, weit entfernt von Freunden und Familie brachte Levy ihren Sohn auf die Welt. Sie war erst in der 20 Schwangerschaftswoche.

“Meine Wehen setzten ein - im Badezimmer des Hotels. Ich habe meinen Sohn geboren und für zehn Minuten war ich jemandes Mutter", beschreibt die Autorin den emotionalen Moment in einem Interview mit dem Online-Magazin “Today”.

Zehn Minuten lang lebte ihr kleiner Sohn. Doch noch bevor die Mutter das Krankenhaus erreicht hatte, starb er. Er war einfach zu klein.

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Levy: "Ich wollte nur ihn"

“Viele Frauen sagen zu mir, ‘Oh, ich hatte auch eine Fehlgeburt, aber es war nicht so schlimm wie bei dir, denn immerhin war ich nicht alleine in der Mongolei.’ Aber um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass das irgendeinen Unterschied macht. Am Ende des Tages haben wir beide unser Kind verloren”, erzählt Levy dem Online-Magazin.

"Bis zu diesem Moment hatte ich keine Ahnung, dass ein Mensch so viel Schmerz und Kummer haben kann", sagt sie. “Es gibt kein Szenario, in dem du dein Kind sterben siehst, ohne danach am Boden zerstört zu sein.

Ihre Freunde hätten Levy gesagt, sie könnte ja noch ein Kind bekommen. Aber sie wollte kein anderes Kind. "Ich wollte genau ihn, den ich nach viel zu kurzer Zeit verloren hatte."

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Nach einigen Untersuchungen stellte sich dann noch etwas anderes heraus, dass Levy nun verarbeiten muss: Sie kann nie wieder schwanger werden. Sie ist unfruchtbar.

In ihrem Buch "The rules do not apply" verarbeitet sie jetzt die Geschehnisse, ihr Leid und ihre Trauer.

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(ame)

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