Kino-Tipps im August: "Bullyparade - Der Film" und noch mehr Neustarts

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Wer hätte gedacht, dass es Stephen Kings Magnum Opus "Der dunkle Turm" doch noch auf die Leinwand schaffen würde? Im August ist es nun so weit, sehr zur Spannung der Fans der Buchvorlage. Doch auch deutscher Kult-Klamauk kehrt zurück: Bully Herbig will es mit "Bullyparade - Der Film" noch einmal wissen. Und dann wären da noch kriegsbereite Affen, eine ganz besondere Gangster-Familie und eine schlagfertige Power-Blondine.

"Planet der Affen: Survival", 3. August

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Egal wie oft einzelne Individuen der jeweiligen Spezies es versuchen, eine friedliche Koexistenz zwischen Affen und Menschen scheint einfach nicht möglich zu sein. Erneut hat es ein skrupelloser Colonel (Woody Harrelson) auf Caesar und seinesgleichen abgesehen und zwingt ihnen einen tödlichen Konflikt auf. Nachdem vor allem die Affen schwere Verluste hinnehmen mussten, beginnt selbst Caesar, seinen letzten Funken Sympathie für die Menschheit zu verlieren - und sinnt auf Rache.

Einschätzung:

Nach "Prevolution" und "Revolution" heißt es nun also "Planet der Affen: Survival". Die ersten Trailer zum dritten und wohl nicht letzten Teil (ein vierter ist angeblich bereits in Planung) deuten auf die bislang düsterste Ausgabe der Neuauflage hin. Einige Kriegsfilm-Anleihen versprechen eindringliche Action, könnten aber manchen Interessierten zu heftig sein. Mit allzu viel Spaß darf man nach dem zweiten Teil aber ohnehin nicht mehr rechnen. Die Computereffekte sind so oder so wieder über jeden Zweifel erhaben.

"Das Gesetz der Familie", 3. August

Die Mitglieder des Cutler-Clans führten schon seit Generationen ein Leben als Outlaws in der kleinen Grafschaft Gloucestershire in England. Was sie zum Leben brauchen, erbeuten sie sich von den gut betuchten Bewohnern des Örtchens, der Polizei immer einen Schritt voraus. Doch obwohl Chad (Michael Fassbender) seinen Vater und Clanoberhaupt Colby (Brendan Gleeson) bewundert, sorgt er sich um das Wohl seiner eigenen Kinder. Sie sollen nicht ebenfalls als Gauner aufwachsen - sehr zum Ärger von Colby...

Einschätzung:

Auf actionreiches Kino wird man sich bei "Das Gesetz der Familie" nicht einstellen müssen, wohl aber auf eine charmante Story über schräge Charaktere. Der Cast verspricht dank Fassbender und Gleeson sehenswerte Wortgefechte à la "Brügge sehen... und sterben?", und das alleine sollte das Geld für die Kinokasse schon lohnen.

"Der dunkle Turm", 10. August

Roland Deschain (Idris Elba) ist der letzte seiner Art, der letzte Revolvermann. Einsam versucht er, Walter O'Dim (Matthew McConaughey) alias den "Mann in Schwarz" zur Strecke zu bringen. Eine Verfolgungsjagd durch sämtliche Dimensionen beginnt, auch der unseren. Denn der mysteriöse Schurke plant, den "Dunklen Turm" zu Fall bringen zu wollen - jenes sagenumwobene Konstrukt älter als die Zeit selbst, das das Universum zusammenhält. Und so beginnt sie, die ultimative Schlacht zwischen Gut und Böse.

Einschätzung:

Zwei Möglichkeiten scheinen im Fall von "Der dunkle Turm" für Fans der Bücher plausibel: Regisseur Nikolaj Arcel hat exakt denselben düster-sonderbaren Fantasy-Ton der Vorlage getroffen und wird dafür gefeiert - oder der Streifen mit Star-Besetzung wird hemmungslos in der Luft von ihnen zerrissen. Wie schon "Der Herr der Ringe" galt "Der dunkle Turm" lange Zeit als nicht verfilmbar. Am zum Teil Oscar prämierten Cast dürfte es aber wohl nicht scheitern.

"Bullyparade - Der Film", 17. August

Möchtegern-Hippies an der Wall Street, poetische Weißbier-Fans der Marke Sigi Schwarz oder stockschwule Apachen: "Bullyparade - Der Film" vermengt die berühmtesten Figuren der 90er-Kult-Serie von und mit Michael "Bully" Herbig zu einem kunterbunten Klamauk.

Einschätzung:

Wenige Formate erfreuten sich Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre so einer Beliebtheit, wie die Sketch-Show "Bullyparade". Die unterschiedlichsten Settings boten kurzweilige Unterhaltung und brachten nicht wenige ikonische Figuren hervor, etwa die Besatzung des "(T)raumschiff Surprise". Einzig der Glaube, dass dieses Konzept auch für einen 90 minütigen "Bullyparade - Der Film" geeignet ist, er will (noch) nicht so recht aufkommen. Denn das Ende der "Bullyparade" ist bald 15 Jahre her und das Comedy-Rad hat sich stetig weitergedreht. Doch vielleicht kann die Nostalgie dem entgegenwirken.

"Atomic Blonde", 24. August

Die Agentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) soll im Jahr 1989 brisante Informationen erbeuten. Doch geschehen soll dies ausgerechnet im damals noch geteilten Berlin. Während sich die Supermächte im Kalten Krieg aufreiben und die Berliner Mauer allmählich zu bröckeln beginnt, kämpft die toughe Blondine des MI6 um ihr blankes Überleben. Denn schnell wird klar, dass in Berlin ein erbarmungsloser Spionagering tätig ist, der es auf Agenten wie sie abgesehen hat.

Einschätzung:

Wie gut Charlize Theron die amazonenhafte Powerfrau mimen kann, sahen Kinogänger eindrucksvoll im Action-Kracher "Mad Max". Ähnlich wie ihre damalige Rolle Furiosa wird Theron auch im Berlin vor dem Mauerfall den Schergen bildgewaltig den Garaus machen. Woran es in Hollywood-Produktionen aber hin und wieder gerne mangelt, ist die authentische Darstellung anderer Länder, die vor allem den Einheimischen schnell auffällt. Gelingt es "Atomic Blonde", diesen Fauxpas zu vermeiden, verheißt der Film ein sehenswerter Action-Blockbuster für den Sommer zu werden.

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