Chemiker enthüllen: So fühlt es sich an, zu sterben

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  • Wissenschaftler zeigen auf, wie es sich anfühlt, zu sterben
  • Mithilfe einer Animation erklären sie die Abläufe im Gehirn
  • Die Animation seht ihr oben im Video

Herzstillstand, Gehirntod, Lungenembolie: Es gibt viele verschiedene natürliche Arten zu sterben. Aber wie fühlt es sich an, wenn das Leben zu Ende geht?

US-Chemiker
haben eine spielerische Animation entwickelt, die zeigt, was in den letzten Momenten im Hirn passiert.

Die Prozesse im Gehirn werden am Beispiel einer mörderischen Verfolgungsjagd beschrieben. Das dabei vorherrschende Gefühl ist Angst. Diese entsteht aus kognitiver Sicht dann, wenn die Gefahr groß ist, die Kosten eines Schadens hoch und eigene Copingstrategien sowie eine Hilfe von außen nicht vorhanden sind.

Unser Körper bekommt also die Information, sich schnellstmöglich aus der Gefahrenzone zu begeben. Diese Information wird durch das Zentralnervensystem an den Thalamus geschickt.

Der Körper reagiert auf die Angst

So werden angstbedingte Reaktionen ausgelöst, wie beispielsweise eine Anstieg von Blutdruck und Puls. Außerdem lösen unterschiedliche Nervenimpulse Reaktionen im Körper aus, die den Organismus auf die Optionen Flucht oder Kampf einstellen.

Dazu zählen beispielsweise erweiterte Pupillen, erhöhte Muskelspannung oder eine Aktivierung des Nebennierenmarks, welches Adrenalin ausschüttet.

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Unterschiedliche Reaktion der Schmerzrezeptoren

Aber was, wenn man doch Opfer wird?

Bei einer Verletzung reagieren die Schmerzrezeptoren auf zwei unterschiedliche Weisen. Zum einen kommt es im Rückenmark zu Reflexverschaltungen, die eine Fluchtbewegung auslösen.

Zum anderen gelangt die Information "Schmerz" über den Vorderseitenstrang zum Ventrobasalkern des Thalamus und von dort weiter zur Großhirnrinde. Von dort aus wird der Schmerz bewusst wahrgenommen und im limbischen System emotional bewertet.

Kurz vor dem Tod befindet sich der Mensch in einem Zustand, den Ärzte als klinischen Tod bezeichnen. Ein Prozess, bei dem die Atmung langsamer wird und das Herz aufhört zu schlagen.

Die Reduktion der Sauerstoff- und Zuckerversorgung des Gehirns bei einem Herzstillstand kann, so die Wissenschaftler, die Gehirnaktivität stimulieren.

Auf den klinischen Tod folgt in der Regel der biologische Tod. Alle Organ- und Zellfunktionen sind dann irreversibel erloschen.

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