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28/07/2017 08:10 CEST | Aktualisiert 28/07/2017 14:37 CEST

Trumps neuer Sprecher sagt so widerliche Dinge, dass eine Agentur sie zunächst nicht zitieren will

  • Anthony Scaramucci ist seit einer Woche der neue Kommunikationschef von US-Präsident Trump

  • Jetzt hat er in einem Interview so üble Beleidigungen von sich gegeben, dass sie die Nachrichtenagentur dpa nicht zitieren will

  • Scaramuccis Aussagen seht ihr im Video oben

"Die Äußerungen über Bannon sind nicht zitierfähig", schreibt die Deutsche Presse-Agentur. Sie tut das in einer Meldung über Anthony Scaramucci, den neuen Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump.

Der hatte dem US-Magazin "The New Yorker" ein Interview gegeben, indem er so widerliche Dinge von sich gibt, dass es selbst eine Nachrichtenagentur nicht wagt, sie wiederzugeben.

Scaramucci: "Ich will sie umbringen"

Scaramucci ist in seiner knapp einwöchigen Amtszeit wie ein Wirbelwind durch Washington und die US-Medien gefegt. Ein aufgeregter, wahnwitziger und paranoider Auftritt reihte sich an den nächsten. Scaramuccis Lieblingsthema: Die "Verräter" im Weißen Haus, auf die er Jagd machen will. Denen er indirekt gar mit dem Galgen drohte.

Im Interview mit dem "New Yorker" legte Scaramucci nun nach. "Ich will sie umbringen", sagte der 53-Jährige über die Geheimnisverräter im Weißen Haus.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit dem US-Magazin beschimpfte und verunglimpfte Scaramucci den Stabschef des Weißen Hauses, Reince Priebus, und Trumps Chefstrategen Steve Bannon auf einmalige Weise. Priebus sei ein "verdammter paranoider Schizophrener, ein Paranoiker."

Scaramuccis nicht zitierfähige Aussage über Stephen Bannon

Dann folgte die angesprochene Aussage über Bannon, einen der wichtigsten Berater des US-Präsidenten. Anders als dieser sei er nicht auf mediale Aufmerksamkeit bedacht, sagte Scaramucci. Und legte mit einer unglaublichen Aussage nach: "Ich bin nicht Stephen Bannon, ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen."

Scaramuccis Äußerungen liefen wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien. In zahlreichen Kommentaren hieß es, ein solches Chaos und ein solches Niveau habe es im Weißen Haus niemals zuvor gegeben. Die dpa entschloss sich am Freitagmorgen schließlich dazu, einen weiteren Bericht an ihre Kunden zu senden, indem sie die Zitate Scaramuccis klar benannte.

Auch Trumps Sprecher selbst reagierte am Donnerstagabend bei Twitter auf die zahlreichen Berichte über seine Bemerkungen. "Ich benutze manchmal eine sehr lebhafte Sprache", schrieb er. "Ich werde mich in diesem Bereich zurückhalten, aber ich werde den leidenschaftlichen Kampf für Donald Trump nicht aufgeben."

Das klingt eher wie eine Drohung, als wie eine Entschuldigung.

Mehr zum Thema: Donald Trump hat der "New York Times" ein bizarres Interview gegeben - das sind die 9 absurdesten Passagen

Mit Material der dpa

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(mf)

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