Oberbürgermeister Scholz nach Messer-Attacke: Täter war ausreisepflichtig, konnte nicht abgeschoben werden

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OLAF SCHOLZ
Oberbürgermeister Scholz nach Messer-Attacke: Täter war ausreisepflichtig, konnte nicht abgeschoben werden | POOL New / Reuters
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  • Bei dem Angreifer in Hamburg handele es sich um einen ausreisepflichtigen Ausländer, sagte Bürgermeister Scholz
  • Wegen fehlender Papier habe der Mann nicht abgeschoben werden können

Laut Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz (SPD) war der Messer-Angreifer von Hamburg ausreisepflichtig. Der Mann habe nicht abgeschoben werden können, weil er keine Papiere hatte, teilte Scholz am Freitagabend mit.

"Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat", sagte der Politiker weiter.

Scholz sprach von einem "bösartigen Anschlag".

Motiv ist noch unklar

Der Mann hat am Freitagnachmittag wahllos auf Kunden in einem Supermarkt eingestochen. Passanten konnten ihn schließlich überwältigen.

Bei der Attacke kam ein Mensch ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gehen die Sicherheitsbehörden Hinweisen auf salafistische Bezüge nach.

Offen ist demnach aber, was das ausschlaggebende Motiv für die Tat war und ob diese ideologisch angetrieben war. Es gebe auch Anhaltspunkte für persönliche Probleme des Mannes, wie Drogenkonsum. Darüber berichtete auch "Spiegel Online".

Mehr zum Thema: Alle Entwicklungen zur Attacke in Hamburg im Live-Blog

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