Michael Moore glaubt, einen Weg gefunden zu haben, um Donald Trump zu stürzen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MICHAEL MOORE
Michael Moore glaubt, einen Weg gefunden zu haben, um Donald Trump zu stürzen | getty
Drucken
  • Michael Moore glaubt, Satire sei der beste Weg, um Donald Trump aus dem Weißen Haus zu vertreiben
  • Der US-Präsident könne Spott über seine Person nicht ertragen

US-Regisseur Michael Moore ist einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Donald Trump. Moore glaubt, einen Weg gefunden zu haben, um den Immobilienmogul aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Und damit meint er kein kompliziertes Amtsenthebungsverfahren.

Sondern etwas so einfaches wie Humor. In der US-Sendung "Late Show" von Stephen Colbert sagte Moore, er glaube, Satire sei der beste Weg, um Trump zu stürzen. "Sein Fell ist dünn", sagte Moore an Colbert gewandt.

"Alles, was wir brauchen, sind tausend oder gleich eine Million kleiner Comedy-Klingen - ohne Gewalt natürlich, tut ihm nicht weh", fügte Moore hinzu. "Aber nur, um ihm unter die Haut zu gehen. Er kann es nicht ausstehen, wenn man über ihn lacht."

Der Erste ist schon gefallen

Der Regisseur lobte später im Gespräch auch die Schauspielerin Melissa McCarthy. Sie hatte bei "Saturday Night Live" bei einer Reihe von Sketchen Trumps ehemaligen Pressesprecher Sean Spicer parodiert.

Spicer ist mittlerweile zurückgetreten. "Sie hat den ersten der Trump-Regierung mit Satire gestürzt", sagte daher Moore über McCarthy.

Aber reicht Satire um einen Präsidenten aus dem Amt zu vertreiben?

Trump gefiel die Parodie gar nicht

Tatsächlich soll Trump mit der Darbietung von McCarthy als Sean Spicer nicht sehr glücklich gewesen sein. Wie das US-Magazin "Politico" berichtete, mag Trump es nicht, wenn "seine Leute schwach aussehen". Das habe ein Trump-Vertrauter dem Magazin verraten.

Es ist auch kein Geheimnis, dass der US-Präsident nicht gerade gut mit Kritik und Spott umgehen kann. Jede Twitter-Tirade gegen vermeintliche Fake-News-Journalisten beweist das.

Vielleicht steckt in Moores Worten also ein Fünkchen Wahrheit. Auch Moderator und TV-Legende David Letterman äußerte sich in einem Interview im März ähnlich.

Er verglich Satire und Witze mit einem Schwarm Fliegen, die einen Baseball-Spieler stören würden. Die Spieler sei in diesem Fall Trump.

"Es lenkt den Spieler ab. Irgendwann wird Trump einen schlechten Ball schlagen und das Spiel verlassen", sagte Letterman gegenüber dem US-Magazin "Vulture".

Dieser Text erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Leonhard Landes übersetzt und editiert.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(jg)

Korrektur anregen