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27/07/2017 11:37 CEST | Aktualisiert 27/07/2017 11:39 CEST

Nur wenige Eltern wissen, dass das Spiel "Engelchen flieg" für ihr Kind gefährlich werden kann

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Dieses Kinderspiel sieht lustig aus, doch es birgt große Risiken

  • Alle Kinder lieben es, bei "Engelchen flieg" in die Luft geworfen zu werden

  • Ärzte warnen jedoch: Das Spiel birgt Gesundheitsrisiken

  • Was ihr beachten solltet, könnt ihr hier nachlesen

Jeder kennt das Spiel: Das Kind wird an beiden Armen genommen und hochgeworfen - "Engelein flieg". Kinder lieben es, wenn sie durch die Luft schweben. "Nochmal, nochmal", quietschen sie.

Mediziner jedoch warnen: Das Kinderspiel ist gefährlicher, als viele denken.

Denn beim Hochschleudern kann es zu einer Subluxation des Radiusköpfchens kommen - auch Chassaignac-Lähmung genannt. Das bedeutet, dass Gewebe in den Gelenkspalt rutscht und eingeklemmt wird. Die Lähmung passiert dann, wenn das Gelenk auseinander gezogen wird.

Durch das Spiel kann das Gelenk auseinandergezogen werden

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Für Kinder ist das äußerst schmerzhaft. Oft wollen sie den Arm nicht mehr hochheben, drücken ihn angewinkelt an den Bauch oder lassen ihn schlaff hängen. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann das Problem meist mit einem einzigen Handgriff schnell und schmerzfrei aus der Welt schaffen.

So wird "Engelchen flieg" risikofrei

Eine Chassaignac-Lähmung kann auch ausgelöst werden, wenn das Kind von den Eltern an einem Arm hochgezogen wird.

"Dazu kann es kommen, weil die Bänder, die das Gelenk halten, bei Kindern im Vorschulalter noch locker und die Gelenke noch nicht voll ausgebildet sind", sagte die Hamburger Kinderärztin Annette Lingenauber dem Portal "Spiegel Online".

Die Ärztin rät aber davon ab, den Bewegungsdrang des Kindes aus Angst vor Verletzungen einzuschränken. Meist reiche es aus, wenn man den Kleinen erkläre, was bei 'Engelchen flieg' passiere, sagte sie. "Dann spannen sie ihre Muskeln an - das schützt vor einer Subluxation, also einer unvollständigen Ausrenkung des Gelenks."

Als Alternative empfiehlt sie außerdem, das Kind an den Achseln zu nehmen und dort festzuhalten.

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(lk)

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