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26/07/2017 15:31 CEST | Aktualisiert 26/07/2017 16:55 CEST

Nordkorea droht den USA mit einem "mächtigen Atomhammer"

  • Nordkorea hat mit verbaler Härte auf die jüngsten Äußerungen des CIA-Direktors reagiert

  • Der hatte auf die Möglichkeit eines Regierungswechsels in dem totalitären Regime angespielt

  • Sollten die USA tatsächlich den Sturz des Diktators herbeiführen wollen, werde Pjöngjang mit einem Atomschlag antworten

Nordkorea sendet weiter verstörende Signale in Richtung seines Erzfeindes.

Sollten die USA weiter versuchen, einen Regierungswechsel in Pjöngjang herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren. Das ließ die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag verlautbaren.

Der Hintergrund: Vergangene Woche hatte CIA-Direktor Mike Pompeo Berichten zufolge auf die Möglichkeit eines Regierungswechsels in Nordkorea angespielt. Er hatte gesagt, am Wichtigsten sei es, dass die USA eine Möglichkeit entdeckten, die nordkoreanische Regierung von Machthaber Kim Jong-un von den Atomwaffen zu trennen und diese beiden auseinanderzubrechen.

Nun hat Pjöngjang reagiert. Das nordkoreanische Außenministerium wird folgendermaßen zitiert:

"Sollten die USA es wagen, das geringste Anzeichen eines Versuchs zu zeigen, unsere oberste Führung zu beseitigen, werden wir mit unserem mächtigen Atomhammer, der mit der Zeit geschliffen und gehärtet wurde, einen erbarmungslosen Schlag in das Herz der USA machen."

Mehr zum Thema: Trumps neuester Nordkorea-Tweet zeigt, wie schnell der Konflikt eskalieren könnte

Trotz Warnungen testet Nordkorea weiter Raketen

Weiter heißt es in der wortgewaltigen Erklärung, Pompeo habe mit seinen Bemerkungen eine Linie überschritten. Nun sei klar, dass es das ultimative Ziel der Regierung von US-Präsident Donald Trump sei, einen Regierungswechsel herbeizuführen.

Seit vergangenem Jahr haben die nordkoreanischen Tests von zwei Atombomben und mehreren Raketen die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärft.

Erst am 4. Juli hatte Nordkorea trotz Warnungen der internationalen Gemeinschaft eine Interkontinentalrakete getestet. Experten zufolge ist das Land damit einen Schritt weitergekommen, Raketen zu entwickeln, die auch die USA erreichen könnten.

Trump hatte Anfang Juli gewarnt, die Ära strategischer Geduld mit Pjöngjang sei vorüber. Er hatte zudem China aufgefordert, größeren Druck auf seinen Verbündeten Nordkorea auszuüben.

Mehr zum Thema: Dass die nordkoreanische Diktatur noch existiert, liegt auch an einer großen Angst Chinas

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